“Frames Of War”
Wie bereits angekündigt hielt Judith Butler am 3.Februar an der Freien Universität Berlin ihren Vortrag
“Frames Of War”. Hindeja Farah, die im Moment in dem Fach Soziologie promoviert und als Journaistin bereits aus Israel und den Besetzten Gebieten berichtete, hat sich den Vortrag angehört und für diejenigen, die nicht persönlich anwesend sein konnten zusammengefasst:
Judith Butlers streitbarer Vortrag an der Freien Universität Berlin
Hindeja Farah
Der Andrang war überwältigend. Etwa 3000 Menschen besuchten den Vortrag der amerikanischen Professorin Judith Butler am 3. Februar in der Freien Universität Berlin. Schon im Vorfeld hatten sich so viele Menschen angemeldet, dass der Veranstalter, das Dahlem Humanities Center, Butlers Auftritt in den größten Hörsaal der Universität verlegte. Am Abend selbst war innerhalb kürzester Zeit auch dieser Saal voll besetzt und Butlers Rede musste in drei weitere Hörsäle übertragen werden.
Berühmt geworden ist Butler mit ihren poststrukturalistischen Beiträgen zur Geschlechterforschung, darunter Bücher wie “Gender Trouble” (1990) und “Bodies that matter” (1997). Derzeit lehrt Butler, die in Yale und bei Hans-Georg Gadamer in Heidelberg Philosophie studiert hat, an der Berkeley University in California die Fächer Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft.
Wie der Titel ihrer Rede „Frames of War“ bereits ahnen lässt, konzentrierte sich Butler in ihrem Vortrag weniger auf die Fragen der Gender-Theorie, mit der sie weit über die wissenschaftliche community bekannt wurde. Stattdessen wandte sie sich dem Thema zu, das sie seit einiger Zeit zunehmend beschäftigt, nämlich Amerikas innen- und außenpolitische Reaktion auf die Anschläge des 11. September 2001.
Bereits in der Aufsatzsammlung “Precarious Life: The Power of Mourning and Violence” (2004) kritisiert sie die Behandlung der Guantanamo-Häftlinge und die moralische Willkür, mit der so genannte mainstream Medien in den USA zwischen Kriegsopfern unterscheiden: Auf der einen Seite, so Butler, stünden Terroropfer, die grievable (trauerwürdig) seien, auf der anderen Seite Kriegsopfer, denen dieser Status aber nicht zukäme. Dies habe dazu geführt, dass die amerikanische Gesellschaft, den Krieg als adäquate Reaktion auf die eigene Trauer über die Terroropfer akzeptiert hat.Mit ihrem Berliner Vortrag “Frames of War” führte Butler diesen Gedanken nun weiter und übertrug ihn vom war on terror auf Israels „Angriff auf Gaza“, wie sie es nannte. Dabei bezog sie sich auf die große Zahl der zivilen Opfer unter den Palästinensern, die in den Augen der Öffentlichkeit den Status der grievable lives verloren hätten.
Zentral an Butlers neueren Entwürfen ist der Begriff der Prekarität (precariousness). Im deutschen Sprachgebrauch wird mit diesem Begriff oft das Phänomen zunehmend unsicherer Arbeitsverhältnisse beschrieben. Butler dehnt den Begriff aus und meint damit vor allem die Verletzbarkeit des menschlichen Körpers.
Dreh- und Angelpunkt in ihrer Argumentation ist dabei die soziale Ontologie des Seins in Georg Wilhelm Friedrich Hegels „Phänomenologie des Geistes“: Ein Subjekt erkennt nur durch sein Gegenüber, das es ein Subjekt ist. Es kann das Verständnis von sich selbst nur durch die Annerkennung des Anderen entwickeln und ist somit auf den Anderen angewiesen, „verdoppelt sich in ihm“, wie es Butler beschreibt. Dass Menschen soziale Wesen sind, hat Butler immer wieder versucht auf diese Weise herzuleiten. Dies führt sie auch zu der Einsicht, dass das eigene Leben unverbrüchlich in den Händen des Anderen liegt.
Butler kritisierte, dass die Kriegsberichterstattung der amerikanischen Medien das Bild des Anderen als Opfer des Krieges nicht zulässt. Das Leben der Anderen würde dargestellt als ungrievable.
Um die Funktion der amerikanischen mainstream Medien in diesem Zusammenhang zu beschreiben, gebraucht Butler den Begriff des framing (Einrahmen), den sie der Medienwissenschaft entlehnt. Framing beschreibt den Umstand, dass Medien Inhalte, in bestimmte Kontexte betten und damit Effekte erzielen. Dass also durch Information zusätzlich implizite Informationen transportiert werden kann. Verständlich wird das Konzept des framing besonders durch die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen: to frame somebody bedeutet jemanden etwas anhängen oder jemanden hereinlegen.Gleichzeitig gäbe es, so Butler, immer wieder Beispiele, die belegen, dass Inhalte mit ihrem frame brechen können: wie etwa die digitalen Aufnahmen aus dem Gefängnis von Abu Ghraib. Sie sprengten förmlich ihren eigentlichen Rahmen, weil sie von den Soldaten zunächst dazu gedacht waren, andere Soldaten zu belustigen; der Inhalt der Bilder vervielfältige sich dann allerdings unkontrollierbar in den Medien und etablierte in den Augen der Öffentlichkeit ein neues Bild davon, wer in Abu Ghraib Täter und wer Opfer war.
Am Ende ihrer Berliner Rede ging Butler ausführlich auf die zahlreichen zivilen Opfer im Gazastreifen ein. Ähnlich wie im war on terror würden auch Israel die eigenen Opfer dazu dienen, „den Angriff auf Gaza“ zu rechtfertigen. Dies diene zudem dazu, die Anderen, in diesem Fall die Palästinenser, zu framen: sie als ungrievable lives auszuweisen und somit ihre Angewiesenheit auf Wohnen, Essen, Wasser und Leben – sprich ihre Prekarität – in Frage zu stellen.
Butler forderte von den progressiven Medien, diese Zuschreibungen (frames) zu unterlaufen, um die Verletzbarkeit des Anderen konsequent anzuerkennen. So könnten neue, gerechte Wahrnehmungen entstehen, die von der Einsicht in die Gleichheit bestimmt werden, dass der menschliche Körper verletzlich ist.
Über Butlers Kritik an Israel lässt natürlich streiten. Schon die Frage danach, wer ein ziviles oder ein militärisches Opfer ist, kann im Fall des Gazakriegs vermutlich erst in einigen Monaten geklärt werden; denn die KämpferInnen und UnterstützerInnen der Gruppierungen Hamas und Islamischer Dschihad stellen sich bekanntlich in den Auseinandersetzungen selbst als vermeintlich zivile Schutzschilde zur Verfügung.
Gerade die Hamas geht dabei alles andere als strategiefrei vor: zivile Opfer und vermeintlich zivile Opfer zusammenzuzählen, geschieht ganz bewusst mit dem Ziel: to frame the framer. Damit ist gemeint, dass die Hamas natürlich weiß, welchen Effekt es hat, die Gegenseite als brutalen Kriegsführer zu entlarven; selbst wenn die Opfer zum Teil von der eigenen Seite billigend in Kauf genommen werden.
Auf diesen Effekt (to frame the framer ) hat Butler in ihrer Rede selbst kurz verwiesen. Ihr neues Buch, das demnächst erscheint, könnte hier noch mehr Aufschluss bieten. Es trägt den selben Titel wie ihre Berliner Rede: „Frames of War“.
6.2.2009 von MissyRedaktion unter Coole Leute.
Comments
Comment from ihdl
Time: February 7, 2009, 4:19 pm
danke für den text! mich würde interessieren, ob es nach dem vortrag eine diskussion gab und wie die verlaufen ist.
Comment from katrin
Time: February 7, 2009, 6:07 pm
unsere eindrücke des abends könnt ihr hier nachlesen.
liebe grüße – und viel glück beim 2.heft
Pingback from links for 2009-02-08 | i heart digital life
Time: February 8, 2009, 12:01 pm
[...] Missy Magazine » “Frames Of War” Hindeja Farah berichtet über den Vortrag von Judith Butler in Berlin. Die Philosophin sprach über ungrievable life im Kontext des "Angriffs auf Gaza". (tags: butler israel gaza krieg berlin) [...]
Comment from Juli
Time: February 8, 2009, 5:57 pm
Leider war ich selber nicht da, deswegen kann ich dir die Frage nach der Diskussion nicht beantworten, werde sie aber an Hindeja weiterleiten.
Grüße
Comment from little black bird
Time: February 10, 2009, 12:53 pm
Zu den KämpferInnen und UnterstützerInnen der Gruppierungen Hamas und Islamischer Dschihad, die sich “bekanntlich in den Auseinandersetzungen selbst als vermeintlich zivile Schutzschilde zur Verfügung” gestellt haben sollen: Was soll das denn bitte für ein Schutz sein? Die israelische Version ist übrigens, dass die Hamas-Leute (gibt es wirklich weibliche Kämpfer bei denen?) die Zivilisten als “Schutzschilde” missbraucht hätten. Wobei sich wieder die Frage stellt: Worin besteht denn der Schutz, wenn das israelische Militär selbst Krankenhäuser bombardiert und sich überhaupt nicht dafür interessiert, ob Zivilisten getötet werden oder nicht?
Comment from lind
Time: February 11, 2009, 12:02 pm
Ich finde den folgenden Absatz zynisch und dumm:
“Über Butlers Kritik an Israel lässt natürlich streiten. Schon die Frage danach, wer ein ziviles oder ein militärisches Opfer ist, kann im Fall des Gazakriegs vermutlich erst in einigen Monaten geklärt werden; denn die KämpferInnen und UnterstützerInnen der Gruppierungen Hamas und Islamischer Dschihad stellen sich bekanntlich in den Auseinandersetzungen selbst als vermeintlich zivile Schutzschilde zur Verfügung.”
Zunächst mal steht ja wohl außer Frage, dass Israel bei diesem Feldzug eine riesige Zahl von Zivilisten getötet hat, wahrscheinlich mehr als tausend. Das zu relativieren und so zu tun als wisse man ja nicht genau, wer zivil sei und wer nicht, ist einfach ekelhaft. Die getöteten Kinder zählen wohl als “zukünftige KämpferInnen”, oder wie?
Und dann möchte ich gern mal wissen, wie das mit den Schutzschilden gemeint ist: Wenn sich die Kämpfer als Zivilisten tarnen, wofür sind sie dann Schutzschilde? Für andere Zivilisten? Die dann weshalb bombardiert werden? Weil die Israelis zuerst menschliche Schutzschilde bombardieren? Und wieso sind die falschen Zivilisten Schutzschilde und die echten keine? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn – es sei denn, du behauptest, die Schutzschilde hätten Brücken, Elektrizitätswerke und ähnliches geschützt. Nicht einmal die Israelis behaupten so etwas. Es ist auch fraglich, ob es solche strategischen Ziele in Gaza überhaupt gibt (ein Elektrizitätswerk schon, aber das haben die Israelis schon vorher bombardiert – ein klares Kriegsverbrechen übrigens, da es ein rein ziviles Objekt ist).
Und zuletzt ist es naiv zu glauben, dass in “einigen Monaten” geklärt werden könne, wer ein ziviles Opfer der Angriffe war und wer ein militärisches. Wie sollte das funktionieren? Hamas ist im Übrigen eine Bewegung, die zum größten Teil aus Zivilisten besteht. Die auch noch soziale Arbeiten machen.
Wer eine blasse Idee davon bekommen will, worum es hier geht, wovon Judith Butler spricht und was du, Hindeja, hier verharmlost, sollte sich z.B. mal diesen Artikel der renommierten medizinischen Zeitschrift “The Lancet” ansehen: http://tinyurl.com/ah2c83 . Er berichtet von dem palästinensischen Arzt Dr Izzeldin Abuelaish, dessen drei Töchter bei einem israelischen Panzerangriff getötet wurden.
Comment from twit
Time: February 11, 2009, 4:52 pm
besonders alarmierend finde ich, dass Hindeja sogar unterstützerInnen der hamas als militärisches ziel betrachtet. das ist eine schiefe ebene, auf der es kein halten mehr gibt.
60 prozent der im gazakrieg getöteten menschen und 40 prozent der schwerverletzten waren bzw. sind übrigens kinder. das geht aus einem anderen bericht von “the lancet” hervor: http://www.thelancetglobalhealthnetwork.com/archives/608#more-608
Pingback from Links vom 27. Januar bis 13. Februar 2009 | i heart digital life
Time: February 13, 2009, 1:50 pm
[...] Missy Magazine » “Frames Of War” Hindeja Farah berichtet über den Vortrag von Judith Butler in Berlin. Die Philosophin sprach über ungrievable life im Kontext des "Angriffs auf Gaza". (tags: butler israel gaza krieg berlin) [...]
Comment from sahira
Time: March 4, 2009, 8:48 pm
“Ähnlich wie im war on terror würden auch Israel die eigenen Opfer dazu dienen, „den Angriff auf Gaza“ zu rechtfertigen”
-> das versteh ich nicht. wieso, wenn nicht, um die sicherheit der eigenen bevölkerung zu schützen, hätte israel denn sonst den gaza-streifen angegriffen? kriege kosten schließlich auch den angreifer geld und humanresourcen. wenn aber der grund die sicherheit der eigenen bevölkerung ist, dann verfängt das argument der rechtfertigung nicht mehr, dann handelt es sich um den tatsächlichen grund.
tatsächlich scheint butler die auch in den usa teils eher propalästinensische berichterstattung schlicht zu übersehen.
seltsam muten hier ausserdem manche comments an:
@lind
“Zunächst mal steht ja wohl außer Frage, dass Israel bei diesem Feldzug eine riesige Zahl von Zivilisten getötet hat, wahrscheinlich mehr als tausend.”
dieser satz ist
1. manipulativ formuliert, da der inhalt “steht ja wohl ausser frage” einfach nur suggestiv ist.
2. widerspricht der idee des poststrukturalismus, wonach erstmal nichts unhinterfragbar ist.
3. scheint selbst ein produkt von framing zu sein, da du eben nicht genau wissen kannst, wie viele zivilisten getötet wurden.
was du an objektiven belegen nicht hast, versuchst du durch einschüchternde sprache zu kompensieren z.b. durch “zynisch”, “einfach nur ekelhaft” usw.
ausserdem unterstellst du erneut, vertraust erneut auf suggestion, wenn du schreibst:
“Die getöteten Kinder zählen wohl als “zukünftige KämpferInnen”, oder wie?”
auch der nächste absatz ist falsch, da du schlicht die tatsache übersiehst, dass israels luftwaffe wiederholt von der bombardierung von objekten absah, auf denen sich sog. “menschliche schutzschilde” befanden. und wenn du die bombardierung von kraftwerken durch die israelis monierst, wieso schweigst du zu der tatsache, dass die hamas erwiesenermasen den palästinensern 2008 den strom abgestellt hat?
ich habe den eindruck, du informierst dich nicht objektiv und nimmst manche fakten nicht zur kenntnis.
“Hamas ist im Übrigen eine Bewegung, die zum größten Teil aus Zivilisten besteht.”
-> wer das wort zivilist benutzt, benutzt einen terminus aus dem kriegs- und völkerrecht. im kriegs- und völkerrecht ist aber auch festgelegt, dass kämpfer (auch wenn sie paramilitärische kämpfer, milizen usw. sind), keine zivilisten sind. wenn du schon begriffe aus diesem rechtsbereich nutzt, solltest du sie richtig nutzen.
“Die auch noch soziale Arbeiten machen.”
-> zum beispiel homosexuelle und “ehebrecherinnen” ermorden, fatah-mitglieder und ihre eigenen mitglieder in brutalen knästen foltern, kindern im fernsehen erklären, dass sie sich in die luft sprengen sollen. so wie du es darstellst, klingt die hamas wie ein wohlfahrtsverband. jedoch solltest du, wenn du die palästinenser als “grievable” betrachtest, auch all das zur kenntnis nehmen, was die hamas der palästinensischen bevölkerung antut. dazu schweigst du aber.
@twit: unterstützerinnen der hamas sind nach völker- und kriegsrecht auch nicht als zivilisten zu sehen, da sie eine paramilitärische gruppe unterstützen.
hindeja verharmlost hier gar nichts. vielleicht hat sie manches missverständlich formuliert. ich glaube, sie wollte darauf hinweisen, dass die hamas ihre kämpfer als zivilisten zählt und ausserdem die zivilisten zwingt, in häuser zurückzukehren, von denen die israelische armee angekündigt hat, dass sie bombardiert werden. warum sie deswegen auf eine “schiefe ebene” gerät, verstehe ich nicht
ach ja, hier ein sehr gutes deframing-projekt:
Comment from lind
Time: March 26, 2009, 9:36 pm
wow, da bleibt einem ja die spucke weg, wie sahira hier argumentiert.
vielleicht nur so viel: ich habe keinerlei sympathie für hamas. es ist eine reaktionäre politische bewegung. davon bleibt aber unbenommen, dass hamas die demokratisch gewählte, legitime regierung von gaza stellt und ihre popularität in der bevölkerung vor allem daraus bezieht, dass sie soziale einrichtungen wie kindergärten, krankenhäuser, armenküchen usw. unterhält. da fungiert sie in der tat wie ein wohlfahrtsverband – auch wenn sie zugleich einen militärischen arm unterhält und einen repressionsapparat aufgebaut hat, der – wie übrigens auch die fatah und auch israel – gefangene foltert. dass kindern im fernsehen erklärt würde, sie sollten sich in die luft sprengen, ist sachlich falsch. sahira soll das doch einmal belegen. es hat sich meines wissens auch noch kein palästinensisches kind in die luft gesprengt. der reaktionäre charakter von hamas und die verbrechen, die die hamas-regierung und ihre anhänger begehen, entschuldigt israelische kriegsverbrechen in keiner weise. selbst wenn hamas den strom abgedreht haben sollte (was unwahr ist): wieso gäbe das israel das recht, ein elektrizitätswerk zu bombardieren?
die mitglieder von hamas, die im sozialen sektor arbeiten – also der größte teil der mitgliedschaft -, sind auch nach internationalem recht keine kombattanten, sondern zivilisten. die bloße mitgliedschaft macht sie noch nicht zu kombattanten. “unterstützerInnen” gibt es im internationalen recht gar nicht. selbstverständlich begibt sich auf eine schiefe ebene, wer vertritt, menschen könnten im krieg getötet werden, wenn sie eine bestimmte politische richtung unterstützten.
der poststrukturalismus geht mir ziemlich weit unten am rücken vorbei. die mehr als 1400 getöteten menschen in gaza werden auch nicht dadurch wieder lebendig, dass leute wie sahira ganz gelehrt ihren tod bezweifeln. man braucht sich ja nur die berichte von human rights watch, amnesty international, dem internationalen roten kreuz und anderen anzusehen. dass es da an “objektiven belegen” fehle, kann nur behaupten, wer sich überhaupt nicht informiert hat oder bewusst die unwahrheit verbreiten will.
zur frage der menschlichen schutzschilde: israel missbraucht seit langem zivilisten als schutzschilde. belege für einen solchen missbrauch durch hamas gibt es keine (hallo sahira, zeig doch mal deine belege!) – auch hier haben übrigens human rights watch und amnesty recherchiert. der britische “guardian” hat einen kurzen, informativen film zu diesem thema veröffentlicht:
http://imeu.net/news/article0016072.shtml (zweites video von oben)
Comment from lind
Time: July 2, 2009, 9:16 am
eine zusammenfassung des amnesty-reports über kriegsverbrechen im gazakrieg findet sich hier: http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097234237545473.html
der amnesty-report selbst: http://amnesty.org/en/news-and-updates/report/impunity-war-crimes-gaza-southern-israel-recipe-further-civilian-suffering-20090702

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