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Miss Black Lesbian

Als Aktivistin, Filmemacherin, aber vor allem als Fotografin hat sich die südafrikanische Künstlerin Zanele Muholi weltweit einen Namen gemacht. Das Schwule Museum Berlin zeigt ab jetzt eine Auswahl ihrer Werke.

03.04.14 > Kunst

Als Aktivistin, Filmemacherin, aber vor allem als Fotografin hat sich die südafrikanische Künstlerin Zanele Muholi weltweit einen Namen gemacht. Das Schwule Museum Berlin zeigt ab jetzt eine Auswahl ihrer Werke.

© 2009 Muholi, STEVENSON | Kapstadt

Ihre fotographischen Arbeiten wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet, aber vor allem bewegen die Fotographien ihre BetrachterInnen. Zu sehen sind schwarze Trans*personen oder eine stolze Frau, die eine Schärpe einer Miss-Wahl mit dem Titel „Black Lesbian“ trägt. Daneben gleichgeschlechtliche Paare, die sich lieben und nackte Körper von eng aneinander geschmiegten Frauen, zwischen den Muholi die Zärtlichkeit auf Fotos festhält. Egal, ob in Farbe oder Schwarz-Weiß, sie schafft es immer die Porträts und Bilder von Menschen in starker und stilvoller Ästhetik zu präsentieren.

Das Schwule Museum* Berlin zeigt eine Auswahl von Einzelwerken aus ihrer frühen Schaffensphase von 2003 bis 2005, aber der Schwerpunkt liegt auf eine Auswahl aus den Serien Beloved (2005 bis 2010), Being (2007) und Faces and Phases (2006 fortlaufend) sowie eine Auswahl aus ihren Arbeiten zu Trans*personen und die Videoarbeiten Difficult Love (2010) und @24 (2011 bis 2012).

© 2005 Muholi, STEVENSON | Kapstadt

In einer Welt, in denen LGBTIs in sozialem sowie politischem Kontext unterdrückt werden, und für ihre queere Lebensweise verurteilt, diskriminiert und verfolgt werden, ist Muholis Arbeit ein Zeichen von Selbstbehauptung und Empowerment. Die Bilder sind Ausdruck von Widerstand und Aktivismus. Die fotographischen Werke zeigen Gewalt als Thema, ohne ihre Opfer als hilflos darzustellen, sondern eher als Menschen, die selbstbewusst in die Kamera blicken, eigene Entscheidungen treffen und eine eigene Stimme haben.

Da sie mit einem Bild tatsächlich mehr als tausend Wörter sagt, bekam sie Preise wie den „LGBTI Kunst und Kultur Preis“, den „Freedom of Expression Kunstpreis“ von Index on Censorship oder den Casa Africa Preis als beste weibliche Fotografin auf der Biennale der afrikanischen Fotographie. Zurecht fanden ihre Werke bereits in Galerien in Mailand, San Francisco, Kapstadt, Kassel, Wien und Tokyo Platz. Kuratiert von Birgit Bosold und Wolfgang Theis und in Zusammenarbeit mit Amnesty International Deutschland gibt es mehr von Zanele Muholis Fotographie nun in Berlin zu sehen.

Bis zum 9. Juni gibt es die Chance, die Ausstellung von Zanele Muholi ist im Schwulen Museum* Berlin zu sehen.

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