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Rassistischer Bademeister lässt Mann ertrinken?

In einem Schwimmbad ringt ein Schwarzer Mann mit dem Ertrinken, die Badegäste rufen den Bademeister, doch der hilft nicht. Der ertrinkende Mann stirbt. Der Bademeister hat eine Neonazi-Vergangenheit. Warum half er nicht?

24.07.14 >

In einem Berliner Schwimmbad ringt ein Schwarzer Mann mit dem Ertrinken, die Badegäste versuchen ihn zu retten und rufen den Bademeister, doch der hilft nicht. Die Badegäste beginnen mit der Reanimation – der Mann stirbt. Internetberichte weisen nun auf die Neonazi-Vergangenheit des Bademeisters hin. Hat er aus rassistischen Gründen nicht geholfen?

Oh-Berlin.com via flickr cc

Die B.Z. berichtete über der Tod von Aneck E., der am Samstag im Freibad Plötzensee in Berlin-Wedding ertrunken ist. Was in der B.Z. nicht steht: Auf linken Informationsplattformen im Internet finden sich Berichte, die den verantwortlichen Bademeister Mike Z.als ehemaliges Mitglied der rechten Szene entlarven.

So schreibt linksunten, dass Mike Z. In den Jahren 2009 bis 2010 in der Neonazi-Kameradschaft „Freie Nationalisten Berlin-Mitte“ aktiv war, die für Sachbeschädigungen und Gewalttaten verantwortlich sein soll. Mike Z. soll dabei unter anderem an Naziaufmärschen und der Bedrohung von Nazi-GegnerInnen teilgenommen haben. Laut linksunten war Mike Z. auch ein höheres Mitglied in der Neuköllner NPD. Inzwischen soll Mike Z. laut eigenen Aussagen aus der Szene ausgestiegen sein, wie er dem Berliner Kurier vor einem Jahr mitteilte.

Schon in der Vergangenheit kam es im Freibad Plötzensee angeblich zu rassistischen Vorfällen, wie die taz berichtete. Laut Beteiligten sollen Verantwortliche des Freibads gegenüber OrganisatorInnen eines „Berlin Latin Sound“-Festivals rassistische Bemerkungen gemacht haben. Was bedeutet es nun, wenn ein Schwarzer Mann im Schwimmbad ertrinkt und der anwesende Bademeister seine Untätigkeit gegenüber der B.Z. mit den Worten erklärt: „Dann kam jemand und hat gesagt, dass da einer am Ertrinken ist. Aber da kann ich mich nicht drum kümmern. Ich hab hier teilweise über 1.000 Gäste. Wie soll ich helfen, wenn da drüben einer ertrinkt? Außerdem kam kurz darauf jemand und meinte, der Mann wird reanimiert.“

Laut der B.Z. vom 23.7. wurde bislang keine Anzeige gegen den Bademeister erstattet. Die Staatsanwaltschaft Berlin wartet nun auf den Obduktionsbericht, wie ihr Pressesprecher Thomas Fels Missy mitteilte. Auf den Hinweis der Missy auf mögliche rassistische Motive lässt Fels verlauten: „Dem wird von der Staatsanwaltschaft umgehend nachgegangen.“

  • Melina

    ey Missy schwarze Hautfarbe? wtf? ein Schwarzer Mann. Punkt.

  • Sophie

    Danke für den sachlichen Artikel.
    Aber bitte im ersten Absatz korrigieren: BZ ist nicht die Berliner Zeitung. Danke.

  • Katrin Gottschalk

    Stimmt, danke! Haben wir geändert.

  • Katrin Gottschalk

    Auch das haben wir jetzt geändert. Vielen Dank für den völlig berechtigten Hinweis!

  • Pingback: Brutalismus on the Beach (Strandlektüre) | Katja Kullmann()

  • Nadi

    Missy-
    innerhalb von nichmal 3 monaten -2 fails in eurer schreibweisse- ihr seid doch gebildet ?! ihr bringt ein magazin raus- und immmer wieder passiern euch diese „ausversehn rassitischen schreib fehler“

    belegt doch mal ein kurs, bildet euchw eiter- es ist anstregnd das wir alle paar wochen / monate auf eure rassitische-sprach-reproduktion hinweissen müssen

    (nur als hinweis- letztens erst- may ayim tag- dann erinner ich mich an das black facing cover dieser uk band ?! -egal ob dass schon 2 jahre her ist- es ist auffällig wie oft ihr danebenhaut- !

  • Juno

    Der Mann ist auch nicht im „Schwimmbad“ ertrunken, sondern im Ploetzensee, an der Uferseite, wo das Baden und Schwimmen eigentlich untersagt ist, weil dort Vögel nisten. Trotzdem ist es das ganze Jahr über eine populäre Badestelle, gerade auch am Wochenende, früh morgens, nach dem Feiern. Daher schwer fuer mich nachvollziehbar, wie mensch mit einer entsprechenden Ausbildung diesen Bereich des Sees voellig ausblenden kann/will.

  • Tödlicher Badeunfall

    Verharmlosen und Wegschauen in Plötzensee

    Am ver­gan­genen Samstag ereig­nete sich im Freibad Plöt­zensee ein töd­li­cher Bade­un­fall, bei dem ein 35-jähriger Mann aus Kamerun ums Leben kam. In den Tagen nach dem Unglück erhoben Zeugen des Gesche­hens in meh­reren Ber­liner Tages­zei­tungen Vor­würfe, wonach der Bade­meister des angren­zenden Frei­bades Plöt­zensee nicht auf Hil­fe­rufe und direkte Hin­weise durch Zeugen rea­giert habe. Bei jenem Bade­meister han­delt es sich um einen alten Bekannten.

    http://www.recherche-und-aktion.net/2014/07/verharmlosen-und-wegschauen-toedlicher-badeunfall/

  • Marie

    Es mag sein, dass Mike Z. hätte helfen sollen, ich will ihn hier nicht in Schutz nehmen oder seine Gesinnung relativieren, aber ihr habt trotzdem den Unfallhergang etwas verdreht und ich halte das als sachliche Diskussionsgrundlage für wichtig.

    Aneck E. war nicht im Freibad Plötzensee baden, sondern an einer der wilden Badestellen gegenüber.
    Ich kenne den See und war dort auch schon schwimmen – ich brauche ~10min zur anderen Seite rüber, ein Rettungsschwimmer vielleicht 5min.
    Mike Z. wurde von anderen Badegästen, die vom anderen Ufern rübergeschwommen waren, über den Unfall informiert und wenig später war der Mann auch schon rausgezogen und wurde reanimniert [laut Aussage seiner Freunde, die mit ihm schwimmen waren].
    Ich fürchte, selbst ein hochmotivierter Rettungsschwimmer wäre wahrscheinlich zu spät gekommen. Ob Mike Z. zu diesem Zeitpunkt die Hautfarbe von Aneck E. bekannt war, wissen wir nicht. (Ich halte es persönlich für unwahrscheinlich. Man würde doch nicht dem Bademeister melden „Da ertrinkt ein dunkelhäutiger Mensch!“ – oder?)

    Nach der Aussage des Bademeisters war er auf dem Weg zu helfen, als er darüber informiert wurde, dass der Ertrunkene an Land sei und habe dann die Feuerwehr gerufen, statt ebenfall rüberzuschwimmen. Dass zu überprüfen ist nun Aufgabe der Staatsanwaltschaft und die haben die Vorwürfe gegen ihn ja auf dem Schirm.

    Da die andere Uferseite nicht zum Freibad gehört (das ist mit solchen Schwimmenbojen eindeutig abgegrenzt), ist er rechtlich wahrscheinlich auf der sicheren Seite. Wenn ich dort schwimmen gehe, weiß ich dass ich für meine Freiheit auch selber die Verantwortung trage. Dennoch sollte er natürlich versuchen zu helfen…ob er das unterlassen hat, muss wie gesagt die Staatsanwaltschaft herausfinden.

  • Marie

    Über die Gesinnung von Mike Z berichtet übrigens nicht nur linksunten. Selbst in der Berliner Boulevard-Presse ist der Herr bekannt.

    http://www.berliner-kurier.de/polizei-justiz/nazi-aufseher-am-strandbad-heil-bademeister-,7169126,23951316.html

  • Nadi

    @marie

    selten so eine pro-rassismus-verteidigende comment gelesen wie von dir-
    aber gut gemacht- sehr „hinten-rum“ und stattstreu- „dass muss jetzt die staatsanwaltschaft“ klärn“ für meine „freiheit muss ich die verantwortung übernehm“ 200 meter in 10 min schwimmen -ein bademeister muss das schnellers chaffen- nein dein comment sit es gar ncih wert das länger drauf eingegangenw ird-
    es ist auf jdenfall deutlich- dass du rassitsiche sprache benutzt „dunkelhäutig“ und das opfer als den eigentlcihen schuldigen darzustellen versuchst- dass ich solche comments hier lesen muss ärgert mcih @ Missy

  • @marie

    Der Plötzensee ist an dieser Stelle nur 100 Meter breit (siehe Google Maps, ich war vor Ort). Das schafft selbst ein ungeübter Schwimmer in weniger als zwei Minuten. Mit dem Boot, was dem Rettungsschwimmer zur Verfügung steht (liegt startbereit am Steg), wäre es nur eine Frage von Sekunden gewesen, die Unfallstelle zu erreichen.

  • Pingback: Kundgebung: War Rassismus das Motiv? - Antifa Nordost()

  • 1. August Kundgebung

    Kundgebung: War Rassismus das Motiv?
    Fr. 01.08.2014 | 16.00 Uhr | Freibad Plötzensee | Wedding
    Anfahrt: S-Beusselstraße, Tram M13 Virchov-Klinikum

    Mehr Infos: http://antifa-nordost.org/614/kundgebung-war-rassismus-das-motiv/


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