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Selfies von vorgestern

Popkulturelle Ästhetik trifft auf ein reaktionäres Geschlechterbild: Frauen in der identitären Bewegung.

16.12.16 > Europa, Inland
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Von Kathrin Glösel

Bei den jüngsten Demonstrationen der Identitären in Wien zeigte sich ein auffälliges Bild: Es waren vor allem junge Frauen, die das Front-Transpi, also jenes Transparent, das dem Demonstrationszug vorangeht, hochhielten. Mit dieser Inszenierung wollen die Identitären ihre öffentlichen Auftritte „diverser“ und weniger aggressiv erscheinen lassen. Dabei sind Frauen bei den Identitären in der klaren Unterzahl. Lediglich für ein Foto oder Video werden sie gezielt in den Vordergrund gerückt. So sollen der antimuslimische Rassismus und Linkenhass zumindest ansatzweise eine „weibliche Note“ tragen.

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