Über Missy
Wieso gibt es in Deutschland kein Magazin, das die Berichterstattung über Popkultur, Politik und Style mit einer feministischen Haltung verbindet? Weil es bisher noch niemand gemacht hat. Wir wollten so ein Heft unbedingt lesen und glauben, dass es vielen anderen jungen Frauen genauso geht. Deshalb machen wir Missy.
Missy ist ein Magazin für Frauen, die sich für Popkultur, Politik und Style interessieren – für Frauen wie uns halt. Missy berichtet von herausragenden Künstlerinnen, die Musik machen, Filme drehen, fotografieren. Aktivistinnen, die die Welt retten oder auf andere Arten bemerkenswert sind. Crafting und Kochen sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich für sichere Abtreibungen einsetzen. Wir wollen ehrlich über Sex zu reden - über hetero- und homosexuellen, heißen, langweiligen oder auch nicht vorhandenen. Wir zeigen Klamotten an und für Frauen, die nicht immer schlank, blond und perfekt enthaart sind. Wir lassen DJs, Sprayerinnen, Rechtsanwältinnen und Skaterinnen erklären, wie man in ihren jeweiligen Feldern glänzen kann.
All das passiert mit einer Attitüde, die beständig den Status Quo mit einem Grinsen in Frage stellt. Weil wir (noch) nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben. Weil es noch viel zu diskutieren und zu verbessern gibt. Feminismus ist passé? We don’t think so. Deshalb Missy.
Team Missy
Sonja Eismann , *1973, lebt als freie Journalistin und Kulturwissenschaftlerin in Berlin und Wien. Sie war Mitbegründerin der Zeitschrift nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur und arbeitete von 2002 bis 2007 als Redakteurin beim Kölner Magazin Intro. Zurzeit forscht sie zu Grrrl Zines und Craftivism und geht des Öfteren mit ihrem im Oktober 2007 veröffentlichten Buch Hot Topic. Popfeminismus heute auf Lesereise. Ganz allgemein mag sie Diskurs, Langlauf und kleine Tiere mit weichem Fell.
Chris Köver , * 1979, hat früher schon nie eingesehen, wieso sie beim Bohren immer nur den Staubsauger halten durfte. Von 2006 bis 2008 arbeitete sie als Redakteurin bei Zeit Online. Heute schreibt sie neben ihrer Arbeit als Redakteurin und Herausgeberin von Missy als freie Autorin für Die Zeit, Zeit Campus, De:bug und Neon über Politik, Popkultur und das Internet. Sie mag Dinge, die im Backofen aufgehen und Stirb Langsam 1-3 . Hätte trotzdem lieber auf Stirb langsam 4.0 verzichtet.
Stefanie Lohaus , Jahrgang 1978, wohnhaft in Hamburg. Geboren und aufgewachsen in einer hellgrauen Kleinstadt im nördlichen Ruhrgebiet, zog es sie nach dem Abitur ins pittoreske Lüneburg. Dort nahm sie das Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg auf, das sie 2006 mit ihrer Magisterarbeit, einer wissenschaftlichen Untersuchung von Schallplattencovern, beendete. Sie absolvierte lediglich ein Praktikum bei dem mittlerweile eingestellten Musiksender Viva Plus. Ihre sonstige Weiterbildung erfolgte im Rahmen selbstgewählter Projekte, bspw. als Radioredakteurin des freien Hamburger Radiosender FSK oder als Online-Redakteurin der kritischen Kunstplattform The Thing. Das Kulturfeld beackerte sie auch nach Abschluss des Studiums eifrig und zwar im Rahmen des Kollektivs “Archiv Kultur & Soziale Bewegung”.
Margarita Tsomou , * 1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg und Tanz an der John-Cranko Schule in Stuttgart und der Maja Sofou-Tanzschule in Athen. Nach drei Jahren als Freie Kulturvermittlerin in Athen lebt sie mittlerweile wieder in Berlin. Wenn sie nicht gerade tanzt (zuletzt im Ensemble von Tat/Ort, einer Kampnagel-Produktion) oder für das Goethe-Institut Athen Ausstellungen und Festivals kuratiert (zuletzt “Genderpop “), kümmert sie sich als Herausgeberin und Leiterin des Marketing um die Finanzierung von Missy.
Julia Steinbrecher (links) und Nicole Ibele (rechts) wussten noch nicht voneinander, als sie in ihrer Heimat, dem Allgäu, nur 30 km Luftlinie von einander trennten. Dazu mussten sie erst zum Studieren nach Hamburg kommen, wo sie 2007 gemeinsam ihr Diplom an der HAW machten. wussten noch nicht voneinander, als sie in ihrer Heimat, dem Allgäu, nur 30 km Luftlinie von einander trennten. Seit Mitte 2008 sind sie als Artdirektorinnen für die Optik von Missy verantwortlich.
FAQ
Was ist Missy?
Ein Magazin für junge Frauen, das über Popkultur, Politik und Style berichtet. Mit dem gegebenen Humor und einer feministischen Einstellung. Ohne Diäten und anderen Quatsch.
Seit wann gibt es Missy?
Gegründet wurde Missy Anfang 2008, die erste Ausgabe ist im Oktober 2008 erschienen.
Ich möchte Missy gerne abonnieren.
Hervorragend. Das Jahresabo für Dich selbst oder als Geschenk kannst Du gleich hier im Netz bestellen. Falls Du weitere Fragen haben solltest, melde Dich beim Missy-LeserInnen-Service.
Ich möchte ein Missy-Abo verschenken und brauche dafür einen schicken Gutschein.
Kein Problem. Hier findest du eine Auswahl an Abo-Gutscheinen zum Runterladen. Einfach ausdrucken, ausschneiden, zusammenkleben – und jemanden derbe glücklich machen.
Ich kann das Heft in meiner Stadt nirgends finden. Kann ich auch einzelne Ausgaben bei euch bestellen?
Ja, die netten Menschen vom Missy-LeserInnen-Service helfen gerne weiter.
Wir sind ein Buchhandel und würden Missy gerne in unser Sortiment aufnehmen.
Seit kurzem besteht die Möglichkeit, Missy auch in kleinen Stückzahlen für den Buchhandel zu ordern. Weitere Informationen hier.
Mir ist so langweilig. Kann ich mir ein Video von euch anschauen?
Klar. Hier findest Du einen kurzen Clip, der in etwa 180 Sekunden zusammenfasst, was wir bei Missy lieben (Sex, Bier, niedliche Tiere und Frauen mit Bärten).
Ich bin ein Mann. Darf ich trotzdem Missy lesen?
Wir freuen uns über jeden Leser, der sich für Künstlerinnen, ihre Projekte und eine feministische Perspektive auf Popkultur interessiert. Frauen lesen ja schließlich auch mit großem Interesse Magazine, in denen fast ausschließlich von Jungs über Jungs und in erster Linie auch für Jungs berichtet wird. Ab und zu werden in Missy sogar Männer vorkommen. Und nicht nur nackt, wie wir zu scherzen belieben.
Kann ich bei Missy mitarbeiten?
Ja, sehr gerne. Schick uns Deine Themenideen oder (unveröffentlichten) Reportagen, Interviews, Fotoessays, Comics und andere Beiträge an redaktion at missy-magazine.de. Aber bitte hab Verständnis, dass wir nicht alles veröffentlichen können.
Ich bin ein Mann. Kann ich trotzdem bei Missy mitarbeiten?
Zunächst einmal freuen wir uns sehr darüber, dass es offensichtlich viele Männer gibt, die von Feminismus so angetan sind, dass sie gerne für ein feministisches Magazin schreiben wollen. Das Problem ist nur Folgendes: Wenn Popkultur-Journalismus ein Spielplatz ist, dann sind 80 Prozent dieses Spielplatzes ohnehin schon von euch Jungs besetzt. Ihr sitzt auf der Schaukel, der Wippe, dem Klettergerüst, ihr blockiert die Rutsche und den Sandkasten. Weil wir keine Lust haben, euch immer nur beim Spielen zuzusehen, bringen wir jetzt also unser eigenes Gummitwist mit. Und nun wollt ihr auch noch Gummitwist spielen. Könnt ihr verstehen, dass wir da nicht als erstes begeistert Yeah schreien?
Wir wissen, dass ihr nie ein Mädchen von der Schaukel schubsen würdet, um euch selbst draufzusetzen. Müsst ihr aber auch nicht. Die Mädchen stehen eh lieber brav am Rand und schauen euch zu. Wenigstens bei Missy soll das mal anders sein. Das heißt nicht, dass Männer bei Missy nicht mitmachen dürfen. Allerdings erwarten wir von unseren Autoren und sonstigen Mitarbeitern, dass sie feministisch denken – auch dann, wenn sie nicht für Missy schreiben.
Ihr seid gemein und diskriminiert Männer!
Stimmt. Aber seht es mal so: Dafür verdienen Männer im Schnitt immer noch 24 Prozent mehr als wir. Das Leben ist eben kein Ponyhof.
Außerdem berichtet ihr in Missy fast ausschließlich über Frauen. Das ist doch ebenso diskriminierend.
Wenn wir jemanden bzw. seine oder ihre Filme, Alben und Bücher interessant finden, ist es uns erst mal egal, ob das ein Mann oder eine Frau ist. Aber um Männer und die Dinge, die sie tun, geht es eh schon 80 Prozent der Zeit. Da kann es in Missy auch mal um Frauen gehen, finden wir.
Wow, ihr habt Anfang 2008 25.000 Euro gewonnen! Kauft ihr mir ein Pony?
Das geht leider nicht. Das Geld haben wir schon ausgegeben, um die erste Ausgabe von Missy zu finanzieren.
Aber bei so viel Geld ist doch sicher ein bisschen über geblieben?
Ja, 25.000 Euro sind verdammt viel Geld. Was aber leider auch stimmt: Ein Magazin zu produzieren und zu verlegen, kostet noch verdammt viel mehr Geld. Auch wenn ein Großteil der Menschen hinter Missy aus Idealismus und für lau arbeitet, einiges muss dann doch bezahlt werden: Die Druckerei und der Vertrieb zum Beispiel.
Ich finde euch total toll/dumm/attraktiv und will euch das gerne mitteilen.
Super, hinterlass doch einen Kommentar auf unserer Webseite oder schreib uns an redaktion at missy-mag.de.
Darf ich eure Freundin/euer Freund werden?
Wir bitten darum. Wahlweise auf MySpace oder Facebook.
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