Seitennavigation Katze Kunst
Seitennavigation Menu IconMENU
Seitennavigation Search Icon

BIGASSO BABY

Jay-Z bezieht sich auf Marina Abramovic und die Künstlerin annette hollywood persifliert Jay-Z. Eine verrückte Welt! In der galerie futura ist ab Ende dieser Woche hollywoods Raum und Videoinstallation zu bestaunen. Jay- Z versucht sich in der internationalen Kunstszene zu etablieren. Was für viele sicher recht überraschend klingt, ist tatsächlich wahr. So hat er als …

27.05.14 > Kunst
BIGASSO BABY – A HIP HOP PERFORMANCE ART FILM, 2014

Jay-Z bezieht sich auf Marina Abramovic und die Künstlerin annette hollywood persifliert Jay-Z. Eine verrückte Welt! In der galerie futura ist ab Ende dieser Woche hollywoods Raum und Videoinstallation zu bestaunen.

Jay- Z versucht sich in der internationalen Kunstszene zu etablieren. Was für viele sicher recht überraschend klingt, ist tatsächlich wahr. So hat er als Hommage an Marina Abramovic im Jahr 2013 ein Kunst- und Musikvideo herausgebracht: Picasso Baby: A Performance Art Film. In dem Video bezieht er sich auf die Ausstellung der Künstlerin Marina Abramovic ‚The Artist Is Present‘, die 2010 im MoMa, New York, stattfand. Leider wird der Kunstanspruch des Rappers in dem Video mit ziemlich sexistisches Aussagen verknüpft. Zum Beispiel in den Textzeilen: „I want a wife that fuck me like a prostitute“ und „you blow, I’m still the man to watch“.
In ihrer Ausstellung setzt sich die Berliner Künstlerin deshalb kritisch mit dem Werk des Rappers auseinander. So battelt hollywood Jay- Z in ihrem Musikvideo ‚Answer Song‘. In dem Video zeigt sie unkommerzielle Kunst, Berliner Street Art, disst platten Sexismus und fordert eine feministische Haltung ein.

invitation card BIGASSO BABY, 2014

 

Stellvertretend am Beispiel Jay-Zs kritisiert hollywood aber noch etwas anderes: Den marktzentrierten Ausverkauf von Kunst, der die Freiheit von Kulturschaffenden oft massiv einschränkt. So zeigt sie in dem Video auch den DIY -Aspekt von Kunst. Schließlich sind die meisten KünstlerInnen weder reich noch berühmt.
Ihre Forderung lautet : „faire, ausbeutungsfreie Bezahlung aller Kulturschaffenden, statt einer absurd anmutenden Überbezahlung weniger Akteur_innen gegenüber einer (selbst-)ausbeuterischen Unter- bis Nichtbezahlung der Mehrzahl. Damit wird der Kunstkontext auch als Synonym einer fortschreitend neoliberal gestalteten Arbeitswelt lesbar.“

Kritische Kunst, Feminismus und Hip- Hop: Diese Ausstellung hat alles.

 


Wann?

Eröffnung 30. Mai um 19h
Künstlerinnen Gespräch: 28. Juni um 17h
(annette hollywood im Dialog mit Michaela Wünsch)
Austellungsdauer: 31. Mai – 25. Juli,
Mi- Sa: 16-19h

Wo?

alpha nova-kulturwerkstatt & galerie futura
Am Flutgraben 3
12435 Berlin
Nähe U1 Schlesisches Tor, S-Bahn Treptower Park

 


 


Beitragsnavigation