„Meine Lächelzeit ist vorbei“

Meinungsstarke Frauen gelten oft als wütend. Wieso eigentlich? ­Erkundung eines flammenden Gefühls.

ODER

missy-magazine.de

Missy ist ein unabhängiges feministisches Magazin für Popkultur
und Politik. Damit wir auch unabhängig bleiben,
bieten wir nicht alle Inhalte auf dieser Website kostenlos an.

Diesen Artikel
kaufen

„Meine Lächelzeit ist vorbei“
0,99 € (inkl. 19% MwSt)

Mitglied im
Karma Club Missy
werden

12 € (10 € für AbonnentInnen) im Jahr zahlen, Zugriff auf alle Artikel haben und alle Vorteile der Clubmitgliedschaft genießen.

Erfahre mehr
über den Karma Club Missy

Dass Kritik von Frauen emotionalisiert wird, ist nichts Neues. Die Vorwürfe lauten dann: hysterisch, beleidigt, wütend. Oder, dass man zu unsachlich sei, weil man persönlich betroffen ist. Solche Kategorisierungen ermöglichen es, Kritik wegzuschieben. Als wütend bezeichnet zu werden, kann diskreditierend sein – wenn sich die so bezeichnete Person in eine Rolle gedrängt fühlt, wenn sie vielleicht gar nicht wütend ist oder sich als wütend empfindet, sondern im Gegenteil nur gerade etwas kritisiert.

Das Klischee von der wütenden Feministin ist prägend. Um gar nicht erst in diese Situationen zu kommen, ist es manchmal leichter, sich besonders sachlich zu präsentieren. Da die eigene Wut wieder zuzulassen, ist nicht einfach.

Trotzdem wird das Wort „wütend“ gerade im feministischen Kontext auch sehr positiv genutzt. Riot Grrrls, yeah! Wenn mich als Journalistin der Text einer Autorin besonders beeindruckt und aufwühlt, wähle ich manchmal den Begriff „wütend“, um ihn zu beschreiben. Ich meine das immer positiv und lese den Ausdruck häufig in Rezensionen und Porträts. Aber meinen das andere Journalist*innen eigentlich so wie ich?

Jetzt kaufen für 0,99EUR und später zahlen


Beitragsnavigation