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Selfies von vorgestern

Popkulturelle Ästhetik trifft auf ein reaktionäres Geschlechterbild: Frauen in der identitären Bewegung.

16.12.16 > Europa, Inland
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Von Kathrin Glösel

Bei den jüngsten Demonstrationen der Identitären in Wien zeigte sich ein auffälliges Bild: Es waren vor allem junge Frauen, die das Front-Transpi, also jenes Transparent, das dem Demonstrationszug vorangeht, hochhielten. Mit dieser Inszenierung wollen die Identitären ihre öffentlichen Auftritte „diverser“ und weniger aggressiv erscheinen lassen. Dabei sind Frauen bei den Identitären in der klaren Unterzahl. Lediglich für ein Foto oder Video werden sie gezielt in den Vordergrund gerückt. So sollen der antimuslimische Rassismus und Linkenhass zumindest ansatzweise eine „weibliche Note“ tragen.


Von Kathrin Glösel
Bei den jüngsten Demonstrationen der Identitären in Wien zeigte sich ein auffälliges Bild: Es waren vor allem junge Frauen, die das Front-Transpi, also jenes Transparent, das dem Demonstrationszug vorangeht, hochhielten. Mit dieser Inszenierung wollen die Identitären ihre öffentlichen Auftritte „diverser“ und weniger aggressiv erscheinen lassen. Dabei sind Frauen bei den Identitären in der klaren Unterzahl. Lediglich für ein Foto oder Video werden sie gezielt in den Vordergrund gerückt. So sollen der antimuslimische Rassismus und Linkenhass zumindest ansatzweise eine „weibliche Note“ tragen.
"Noch n' bisschen weiter rechts bitte." © Johanna Benz
„Noch n‘ bisschen weiter rechts bitte.“ © Johanna Benz

2012 haben sich die sogenannten Identitären in Frankreich gebildet, seit 2013 sind sie in Österreich und Deutschland aktiv. Sie bilden einen aktionistischen, jungen Flügel der Neuen Rechten, die die Jahrzehnte davor primär von älteren Herren getragen wurde. Ihr Ziel ist die Stimmungsmache gegen „das Establishment“, gegen Geflüchtete, gegen Liberalismus, gegen Muslim*innen – mittels Merchandise, Demonstrationen, Rapmusik, Videoblogs und Störaktionen. Einige Identitäre waren zuvor bzw. sind parallel auch in anderen Kontexten aktiv: Sie stammen aus NPD-Kreisen in Deutschland, dem „nationalen Widerstand“ und den Reihen der FPÖ in Österreich. Oft sind sie Burschenschafter und haben Sympathien für die AfD oder sind in dieser umtriebig.
Die identitären Kader bestehen au…
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