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Muse küsst Hummer

Machine Womans neue EP ehrt die Clubkultur – mit einem Loblied auf die Türsteherin des Berliner OHM.

15.09.17 > Musik

Von Nadja Preyer

Das OHM in Berlin ist ein intimer Club. Das liegt nicht nur an seiner schnuckeligen Größe, sondern kann auch wortwörtlich verstanden werden, schweift der Blick beim unschuldigen Nippen am Glas doch schon mal über erregte Leiber. Machen wir uns nichts vor: Elektronische Musik ist nicht nur geil, sie macht es auch.

© Ninja Tune/Machine Woman

Aber gerade Läden, in denen es heiß hergeht, brauchen eine Tür, die von Anfang an das Gefühl gibt: Da drin bin ich sicher. Und überhaupt, was wäre ein Nachtclub ohne gestandene Bouncer*in? Dabei gibt es solche, die dich bereits in der Warteschlange zittern lassen. Und solche, die dir mit ihrem Charme schon die Taschenkontrolle versüßen. Zweiteres Empfinden löst Camile vom OHM, eine der wenigen Bouncerinnen der Szene, offensichtlich bei Anastasia Vtorova aka Machine Woman aus.

Ihr Liebesbeweis: „Camile From Ohm Makes Me Feel Loved“, die Perle ihrer neuen 12″-EP „When Lobster Comes Home“. Darin tanzen die Hi-Hats kratzbürstig Shuffle, bis ein warmes Pad den kühlen Maschinensound in einen einlullenden Dancefloor-Moment verwandelt.

Machine Woman „When Lobster Comes Home“
(Technicolour/Ninja Tune/Rough Trade)

Das experimentellere Stück „But It Was Like 30 Intros In A Row“ ist Vtorovas trotzige Antwort auf eine gleichlautende Kritik, die sie sich nach einem DJ-Set anhören musste. Ihre Message: Nimm diesen fiesen, verschwurbelten Beat und steck ihn dir sonst wohin. Und was die Nummer „I Want To Fuck Tech-House“ betrifft … na ja, darüber haben wir ja schon gesprochen.

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