Coole Leute

Spenden für die Mädchenmannschaft!

Bild: Frl. Zucker

Mädchenmannschaft.net ist eine der wichtigsten Adressen für FeministInnen: Seit fünf Jahren schon sammelt das Blog alles, was sich gerade unter dem Überbegriff Feminismus tummelt und gibt dadurch einen großartigen Überblick. Damit der Geburtstag auch gebührend gefeiert werden kann und die deutschlandweiten Termine im Blog noch besser sortiert werden können, braucht die Mädchenmannschaft eure Spenden!

Wir haben in der Vergangenheit finanzielle Unterstützung von euch erhalten, was uns sehr gefreut und eine Menge Ärger erspart hat, auch die monatlichen Einnahmen über Flattr können den Server und diverse anfallende Gebühren decken. Ein großes Dankeschön an alle, die geben, was sie geben können. Doch für mehr reichen unsere Einnahmen leider nicht und deshalb möchten wir euch um Spenden bitten für diese zwei bevorstehenden Projekte.

Zum Spendenaufruf der Mädchenmannschaft hier entlang.

Missy bei Byte FM und Arte Yourope

Lieblingslieder der Redaktion und den Soundtrack zur aktuellen Ausgabe – von Speech Debelle bis Doctorella  – spielt Verena Reygers beim nächsten Missy Mixtape auf Byte FM – heute am 21. Februar um 12 Uhr.

Außerdem war Arte bei uns zu Gast: “Sie schminken sich, sprechen darüber, welche Pornos sie gut finden und demonstrieren in Reizwäsche auf der Straße. Der Feminismus von jungen Europäerinnen sieht heute irgendwie anders aus, als der ihrer Mütter aus den 70er und 80er Jahren. Wenn lange Achselhaare und BH-Verbrennungen also längst zu Klischees verkommen sind, was bedeutet Feminismus dann im 21. Jahrhundert überhaupt?” Die Sendung zu “Dritte-Welle Feminismus in der Türkei, Schweden, Frankreich und Deutschland” wird am 25. Februar um 14:15 Uhr bei  “Yourope” ausgestrahlt.

Ab heute im Handel: Die neue Ausgabe

Speech Debelle, ein Dossier zu Comedy-Königinnen von Tina Fey bis Katrin Bauerfeind, aufbauende Pop-Songs gegen den gelegentlichen Ego-Durchhänger, Bekenntnisse aus dem Sex-Chat und wie junge PalästinenserInnen im Gaza-Konflikt ihren Lebensunterhalt verdienen. Das alles lest ihr in der neuen Ausgabe – ab heute im Handel.

Außerdem haben wir diesmal, wie Oskar Piegsa auf achtmilliarden schon ausgemacht hat, einen heimlichen Schwerpunkt “Männer”:

Hui! Da ist ganz schön viel Penis im neuen Missy Magazine, in das sonst fast nur Frauen dürfen. Zum einen liegt das an der Bildstrecke nackter, starker, tätowierter Männer in Pin-Up-Posen, die Paula Winkler fotografiert hat.

Zum anderen am zähnefletschend old-school-feministischen Mark Greif, den wiederholten Verbeugungen vor Heinz Erhard im Dossier über “Frauen und Comedy” und dem wilhelminischen Schnauzbartträger auf dem Heftrücken.

Ich habe einen etwas irrlichternden Text über The Good Men Project und The Guy’s Guide to Feminism beigetragen, dessen Titel ebenfalls stark ins Genitale zielt: “Feminismus mit Eiern”.

Ab heute ist das Heft im Zeitschriftenfachhandel erhältlich. Es sieht von außen aus wie siehe oben und kann wie siehe unten aufgeblättert werden. Viel Vergnügen.

PS: Lob, Kritik und sonstige Rückmeldungen zum Hefte bitte an redaktion at missy-mag.de.

MISSY präsentiert: Lokal Swap in Hamburg

Die Tage werden langsam länger und die Gewissheit naht – auch dieser Winter wird zuende gehen. Zeit deinen Kleiderschrank auf den Kopf zu stellen und zu schauen, was da ewig rumliegt und eigentlich schon lange nicht mehr so richtig passt. Denn es gilt: Tauschen hilft. Auch wenn es für dich nichts mehr ist, könnte es vielleicht für jemand anders ein heißbegehrtes Teil sein! Am 12. Februar kannst du auf dem Lokal-Swap in Hamburg deine abgelegten Klamotten feilbieten und gegen neue Kleider eintauschen – die Annahmestelle hat schon geöffnet! Read more »

“Dann mache ich eben das Gegenteil”: Interview mit Maren Karlson und Kristina Hens vom Girl Gang Zine

Hier kommt der eindrückliche Beweis dafür, dass Zine-Kultur nach wie vor quicklebendig und vor allem weiterhin by all means necessary ist. Denn im Girl Gang Zine gibt es Themen und Ausdrucksformen, die im Malestream einfach nicht vorkommen. Das Heft, von Maren Karlson (als Frl. Zucker unter anderem auch für das Design der wunderschönen Missy-Stoffbeutel zuständig) und Kristina Hens von der schnuckeligen ersten Ausgabe im rosa Miniformat zu einem beeindruckenden Zine-Magazine ausgebaut, ist dabei viele Subgenres in einem: zuallererst Grrrl-Zine, das unter dem Titel „The Role Model Issue“ Girlpower noch mal neu buchstabiert; Interview-Zine durch die zahllosen Gespräche mit coolen Frauen und höchst ungewöhnlichen Fragen, Musik-Zine wegen der vielen gefeaturten Musikerinnen wie Kate Nash, Karin Dreijer Andersson oder Marnie Stern (aber auch die übercoole Modebloggerin Tavi oder Liv Willars von Shebang Mag kommen zum Glück vor); und Art-Zine aufgrund der umwerfend liebevollen Aufmachung mit Zeichnungen, einem Poster und einem Mini-Zine im Zine (!). Ein absolutes Goldstück. Aus: Missy Magazine 04/11, Text: Sonja Eismann

Mittlerweile haben die beiden Damen schon über 300 Hefte verkauft und müssen in dem Copyshop ihres Vertrauens bald neue Exemplare ausdrucken. Missy hat die beiden auf einen Kaffee und ein Interview getroffen. Read more »

Missy-Konferenz-Tipp: Radikal, sexy, aktuell!

Auf der ganztägigen, von Studierenden selbst organisierten, Konferenz “Radikal, sexy, aktuell! Feminismus in historischer Perspektive” werden diese und eingeladene Expert*innen (u.a. Ingrid Strobl und Irene Franken) den Feminismus jenseits von ahistorischen „Lila-Latzhosen-Klischees“ neu aufrollen: Von der Frauenrechtsbewegung in den USA und ihrem Verhältnis zur Frage von race, dem Phänomen des hedonistischen Flapper Girls der 1920er Jahre, feministischen Momenten in der NS-Zeit über die Single-Girl-Bewegung der Nachkriegszeit, feministische Interventionen afro-amerikanischer Filmemacherinnen, die zweite Frauenbewegung in der BRD bis hin zu der Kritik von black feminists an der westlichen weißen Frauenbewegung, der Riot-Grrrl-Bewegung der 90er Jahre und der Geschichte der Pornographie von den zahlreichen Anti-Porno-Initiativen ab den 70er Jahren bis zu gegenwärtigen queeren Post-Porn-Konzepten. Yes, she can!

Wann & Wo:

Am Samstag, den 4. Februar 2012 um 10 Uhr im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln

Missy präsentiert: Jolly Goods Tour 2012

Vom Odenwald nach Berlin: Tanja Pippi und Angy legen mit „Walrus“ ihr zweites Riot-Grrrl-Noiserock-Album vor – und erteilen damit der Gefälligkeit nach wie vor eine wütende Absage. Jetzt könnt ihr euch live davon überzeugen.

Die feministisch engagierte Medienkonsumentin ist heutzutage allerhand Kummer gewohnt. Nur verhalten wagt sie auf ernsthafte Riot-Grrrl-Attitüde zu hoffen, wenn irgendwo eine angeblich umfassend emanzipierte Musikerin gepriesen wird. So etwas wie den Beginn des Videos zur aktuellen Jolly-Goods-Single „Try“ hat sie schon zigmal gesehen und erwartet dementsprechend keine Überraschungen: Unverdächtige weiße High Heels an fast ebenso weißen Frauenfüssen, treibendes Schlagzeug und Gitarrensound. Und dann der befreiende Moment der Verwirrung, als die/der High-Heel-BesitzerIn im Ganzen erscheint – mit Glatze, Perlenkette sowie unverkennbarem Bart- und Lidschatten ungelenk hinter dem Mikro tanzt und dabei erfrischend unangestrengt überhaupt nicht versucht, sexy zu sein. Sondern stattdessen stoisch exaltiert immer wieder die Textzeile „Don’t Change Your Ways, Don’t Change Your Life!“ wiederholt. Gender-Trouble-Haltungsnote: sehr gut, setzen. Read more »

Missy verlost Konzertkarten – La Moustache presents Verity Susman

La Moustache, die DIY-Konzertreihe mit Fokus auf feministischen und queeren Künstlerinnen, präsentiert einen experimentellen Abend mit Verity Susman und Marzipan Marzipan.
Die Sängerin Verity Susman, die auch Keyboard, Saxofon und Klarinette spielt, tritt mit ihrem neuen Solo-Projekt zum ersten Mal in Berlin auf. Das Gründungsmitglied der britischen Indie-Rock-Band Electrelane, die nur aus Frauen besteht, hat damit bereits herausragende Zeichen gesetzt. Nun ist sie mit psychedelischer, improvisierter Noise Art auf Tour.
Marzipan Marzipan ist eine der bedeutenden Lo-Fi-Musikerinnen, DJ und Künstlerinnen Berlins. Sie stellt mit loops, Gitarre, Keybord, Schlagzeug, Spielzeug und allem womit sie ihre Fantasiewelt zu Leben erwecken kann ihr eigenes charmantes Orchester auf und entlockt diesem experimentelle Töne aus Soft Noise, Lo-fi- Diskodance und Country Swing.

Schreibt eine E-Mail mit Eurem Namen an: verlosung@missy-mag.de

Wann & Wo:
am Donnerstag, den 26. Januar um 20 Uhr im Ausland, Berlin
Es könnte sehr voll werden, bitte pünktlich kommen.

Missy präsentiert: La dèrniere Crise mit Vanessa Stern in den Sophiensaelen

Heulen kann jede, aber nur eine hat die Butter auf dem Brot, um ein „Krisenzentrum für weibliche Komik“ zu gründen. Seit 2010 betreibt die Künstlerin Vanessa Stern diesen Ort, von dem aus sie Beratungen, Weiterbildungen und Theaterabende organisiert. Heute ist sie mit ihrer Reihe „La Dernière Crise – Frauen am Rande der Krise“ wieder in den Sophiensaelen in Berlin zu Gast. Begleitet wird sie diesmal von den Schauspielerinnen Stephanie Petrowitz, Eva Löbau und Karla Nina Diedrich, der Aktivistin Lony Ackermann und der Band Le Sorelle Blu, die die Komik ihrer Krise vor Publikum unter Beweis stellen müssen. Das Motto für die Krisensitzung im Januar: Eine geht noch! Willkommen im Forschungslabor, das nebenberuflich als Bar arbeitet.

Wann & Wo

19. Januar, 21 Uhr in den Sophiensaelen, Sophienstraße 18, 10178 Berlin
www.sophiensaele.com

EINE GEHT NOCH from Vanessa Stern on Vimeo.

Ein queeres Filmarchiv für Berlin

Weihnachten ist zwar gerade vorbei, aber eigentlich ist das ja genau der Zeitpunkt, zu dem Gutes getan werden sollte. Eine Top-Möglichkeit dafür ist das im Aufbau befindliche Queer Film Archive Berlin (QFAB), das noch bis zum 6. Januar per Kickstarter Geld sammelt.

Der Plan ist, dass im Archive Filme gegen eine freiwillige Gebühr ausgeliehen, Diskussionen geführt und eigene thematische Events organisiert werden können. Einen Ort und thematisch versierte MitarbeiterInnen gibt es schon, nur die Moneten fehlen noch, um diese exzellente Idee für eine größere Präsenz und Verfügbarkeit rarer queerer Filme dauerhaft zu verwirklichen.

Hier könnt ihr einen Betrag “pledgen”, der nur dann entrichtet werden muss, wenn das Projekt auch wirklich zustande kommt:

http://www.kickstarter.com/projects/2114315932/queer-film-archive-berlin