Meme sind Ostereier
Happy Jesus Zombie Day! Ich hoffe, die Christ_innen unter euch verzeihen mir das. Ich komme aus dem Internet, und da geht es manchmal etwas pietätslos zu. Es gibt ja wahrlich schauerliche Ecken im Netz. Imageboards zum Beispiel. Ihr könnt euch vielleicht denken was passiert, wenn Leute anonym Bilder und Texte in Threads posten, die eh nach einer Stunde wieder verschwinden. Eklige Sachen. Aber auch große Kunst. Freud hätte seinen Spass gehabt – bestimmt auch an den Lolkatzen. Die wurden nämlich auf 4chan erfunden, bevor sie durch i can haz cheeseburger berühmt wurden. Der Jesus Zombie Day dagegen hat seinen Ursprung im Webcomic cyanide and happiness. Beides sind Meme.
Der Begriff “Mem” taucht in den letzten Jahren immer häufiger im Zusammenhang mit Netzkultur auf. Er beschreibt “eine Gedankeneinheit, die sich durch Kommunikation der Memträger vervielfältigt” (wikipedia) und geht auf den Evolutionsbiologen Richard Dawkins zurück, der populäre Bücher über Genetik geschrieben hat und mit diesem Kunstwort das Prinzip der natürlichen Selektion im Bereich der Kultur verdeutlichen wollte. Im Netz funktioniert das so: Leute finden Loltiere, Rickrolling oder das FFFFUUUU-Gesicht gut, verbreiten es weiter, ändern es ab, und zu noch absurderen/komischeren/süßeren neuen Formen mutiert geht es dann immer so weiter. Read more »
Posted: April 4th, 2010 under Gastblog I Heart Digital Life.
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