Gastblog Uni Münster

„Geile Braut auf zwölf Uhr“ – Two and a half men und die „Cracknutten, Entschuldigung, Crackprostituierte”

Die weltweit erfolgreiche US-Sitcom Two and a half men wurde von dem US-Blogger und ehemaliger Serienautor Ken Levine einmal so definiert: “Halbstündiges Trommelfeuer voller Peniswitze – mit gelegentlich eingeschobenen Masturbationswitzen zur Auflockerung”. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Denn in Two and a half men geht es ausschließlich um sexuelle Befriedigung. Und hauptsächlich um Sex mit geilen Bräuten.

Mensch kann Charlie (1. bis 9. Staffel † ), Alan und Jake keinen Vorwurf machen, die zweieinhalb selbsternannten Männer würden sich keine Gedanken über Frauen machen. Doch leider basiert diese Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht hauptsächlich auf körperlicher Ebene. Frauen sind für die drei sozusagen eine interessante Spezies, die, wenn man(n) sie hat, zu einer sexuellen Befriedigung führen.  Also: Frauen = Sex.

Die Frauen sind Karikaturen, in denen stereotypische Eigenschaften einer Frau auf die Spitze getrieben werden.

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Team Serie: Mal wieder eine ziemlich sinnentlairte Vampirserie?

„The Lair“ – eine homosexuelle Vampirserie. Ich bin mir nicht mehr sicher, wo ich das erste Mal von dieser Serie hörte, aber mir war klar, die muss ich gucken. Vampire-themed Serien scheinen in den letzten Jahren sowieso zu trenden und ich kannte auch schon einige (Vampire Diaries, True Blood, die Twilight-Quadrilogie, die zwar keine Serie ist, den Stein aber ins Rollen brachte). Meine Erwartungen waren recht hoch, ich wollte weg von dem Bild der schwachen Frau, die sich andauernd von dem unheimlich gutaussehenden Unsterblichen retten lassen musste, boring! Außerdem vermutete ich, dass weniger Vorurteile und Klischees verwandt würden, da die Serie nicht aus dem üblichen hetero-normativen Standpunkt konzipiert wurde. Read more »

Team Serie: Gleeks applaudieren und die Genderpolizei kann beruhigt weiterfahren

Nein, es ist kein Schreibfehler. „Gleek“ ist die Bezeichnung für die Fans der Serie Glee, in der es um einen High-School-Chor, den Glee Club „New Directions“, geht, der eigentlich immer kurz vor dem Aus steht und sich die finanzielle und emotionale Unterstützung der Schule hart verdienen muss.

Mehr sei zum Plot an dieser Stelle nicht gesagt, da ich niemanden spoilern möchte. Vielleicht möchte ja die eine oder der andere die Serie noch gucken. Auf Deutsch gibt es bisher jedoch nur die erste Staffel (seit Frühjahr 2011 auf SuperRTL), in Amerika läuft momentan die dritte, alle Folgen (auch englische mit deutschen Untertiteln) sind im Internet zu finden.
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Team Alltag/Lifestyle: Burgerking – Warum darf Geschmack nicht auch „Queen“ sein?

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass die Fast-Food-Kette „Burger King“ ihre Werbekampagne auf eine einzige Zielgruppe ausrichtet: Junge Männer. Bewirkt die Art, wie Burger King wirbt, dass sich jeder andere, der oder die nicht jung und geschlechtlich männlich ist, sich von Burger King distanziert? Warum fährt der Fast-Food- Riese keine allgemeine Werbekampagne, die ein breiteres Zielpublikum anspricht?
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Team Alltag/Lifestyle: Frauenfußball kann, muss man(n) aber nicht mögen!

Nicht selten hat ein Sportereignis die Gender-Diskussion so angestachelt wie die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer, und in ebenfalls keinem anderen Kontext wurden so viele ausgelutschte Klischees zum Besten gegeben, die für noch mehr Unverständnis in allen Lagern sorgten.

Unumstritten ist: AnhängerInnen der gesamten Nation unterstützten „unsere“ Elf und die Behauptung, dass männliche Zuschauer Spaß am Kick des anderen Geschlechts gefunden hatten, ist ebenso zulässig und korrekt wie die Aussage, dass nicht jede Frau dem Team um Bundestrainerin Silvia Neid während der Spiele die Daumen drückte.

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Team Alltag/Lifestyle: Werbung – Ein Spiel mit Klischees?!

Ein Banküberfall. Einige Frauen in modischer Kleidung liegen auf dem Boden der Bankfiliale. Man könnte vermuten, dass sie ängstlich vor sich hinblicken. So würden es wohl die meisten Menschen in einer ähnlichen Situation tun. Aber nein, diese Frauen tun das, was Frauen angeblich fast pausenlos tun: Sie unterhalten sich angeregt. Sie reden über Mode, Kleider und Schuhe. Die Bankräuber werden schließlich von den genannten Frauen überwältigt und geradezu überrannt, als ein Paketlieferant erscheint, der eine Lieferung des Versandhandels „Zalando“ bringt. Frauen lieben ja nun mal Schuhe und Mode, so ein weit verbreitetes Klischee.

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Team Alltag/Lifestyle: Domänen – Klischees, die nun wirklich niemand braucht

Scharen von jungen Frauen verlassen den Hörsaal und der Anteil der männlichen Studierenden ist verschwindend gering. Um welchen Studiengang es sich dabei wohl handelt? Hmm, irgendetwas mit Wirtschaft kann es ja nur schwer sein, wohl eher was Richtung Lehramt. Vermutlich Pädagogik, denn mit Empathie und solchem Kram haben es Männer ja sowieso nicht wirklich…

Solche Stereotype begegnen wohl allen Studierenden während der Zeit auf der Universität en masse, und die Tatsache, dass nur die allerwenigsten solchen Aussagen zustimmen würden, zeigt, wie absurd und weitab von der Realität dieses Vorurteil wohl sein mag. Read more »

Team Film: Mögen Sie Blaubeerkuchen?

Bei künstlerischen Werken wie Filmen gibt es oft nicht die eine Interpretation. Und ein Film, dessen Rahmenhandlung eine Liebesgeschichte ist, muss nicht nur aus ebendieser bestehen. Wong Kar Wais „My Blueberry Nights“ beispielsweise ist und bleibt für mich ein Roadmovie. Untypischerweise wird dieses erzählt aus Sicht einer Frau.

Als Elizabeth den Cafébesitzer Jeremy kennen lernt, harmonieren die beiden auf Anhieb. Eine Beziehung ist jedoch unmöglich, da Elizabeth noch an ihrem Expartner hängt, von dem sie sich soeben erst getrennt hat. Unzufrieden mit sich selbst bricht sie auf zu einer Reise durch die USA. Um sich wirklich zu emanzipieren, lässt die Protagonistin alles zurück und verabschiedet sich auch nicht von Jeremy.

Ihre erste Station ist in Memphis, wo „Lizzy“ nachts in einer Bar und tagsüber in einem Schnellrestaurant jobbt, um sich ein Auto kaufen zu können. Dort schließt Elizabeth auch Bekanntschaft mit Arnie. Der Polizist macht mittags Pause im Schnellimbiss und betrinkt sich abends an der Bar. Er kann seine Exfrau Sue Lynn einfach nicht loslassen, bedrängt sie immerfort mit seiner Liebe. Als die Situation eskaliert, bedroht er sie sogar mit seiner Waffe. Als Arnie am selben Abend verunglückt, ist Sue Lynn mit ihren Emotionen konfrontiert, paradoxerweise aber auch mit der neuen Freiheit. Read more »

Team Serien: You can’t always get what you want – Ein Plädoyer gegen das Frauenbild in “Californication”

Ein circa vierzigjähriger Typ fährt in seinem Porsche auf eine Kirche zu. Er hält an, steigt aus und begibt sich ins Innere des Gotteshauses. Eine Nonne kommt auf ihn zu. Er erzählt ihr von seiner Glaubenskrise, woraufhin sie ihm Hilfe anbietet: „What about a blow-job?“ Und nachdem sie sich ihren Schleier vom Kopf gerissen und die blonde Mähne kräftig geschüttelt hat, macht sich die junge Frau mit dem sichtbar größten Vergnügen an die Arbeit…

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Team Alltag/Lifestyle: „Piekfeiner-Zicken-Haushalt“ vs. „Schmuddelige-Trinker-WG“

Wer kennt sie nicht, die Horrorstorys des WG-Lebens. Vor allem in der Studierendenkultur ist die Wohnsituation „Wohn-Gemeinschaft“ weit verbreitet. Ich wohne allein, in meiner eigenen Wohnung, nicht zuletzt aufgrund der Gruselgeschichten die man aus WGs immer wieder hört: Verdreckte Wohnräume mit jeder Menge Leergut in Junggesellenhaushalten, Ansturm auf das Badezimmer und diverse Kleinkriege in den weiblich-dominierenden Haushalten. Es ist zwar hin und wieder etwas einsam, so allein in meinem Reich, aber ich bin meine eigene Chefin. Das bedeutet: keiner verunreinigt meine Räumlichkeiten außer mir selbst. Doch stellt sich die Situation in Männer- und Frauen-WGs tatsächlich so schwarzweiß dar? Fernab von Märchen über den „piekfeinen-Zicken-Haushalt“ und der „schmuddeligen-Trinker-WG“ habe ich selbst einmal befreundete WG-Bewohner und Bewohnerinnen aus Münster zu ihrem Leben in der WG befragt, um herauszufinden, ob die vorherrschenden Klischees stimmen oder nicht. Studierend, in der Ausbildung und/oder arbeitend meistern sie mit den unterschiedlichsten Mietgenossen ihren Alltag. Für mich standen sie Rede und Antwort, als es um die pikanten Fragen zu Alkoholkonsum, Essgewohnheiten und das Thema “Sauberkeit” ging. Meine bestechenden Argumente dabei: Gemütliche Couch, Schockoplätzchen, Kaffee und Kakao. Read more »