Editorial 03/14

 

Liebe Leserin, lieber Leser.

Während wir es bei immenser Hitze geschafft haben, die nächste Missy-Ausgabe fertig zu stellen, gerät die Welt um uns herum mehr und mehr aus den Fugen. Oder macht sie einfach weiter wie bisher? Wir schauen nach Israel und Palästina, in Richtung Ukraine – und vor die eigene Haustür in Berlin Kreuzberg, wo Flüchtlinge weiter um ihre Rechte kämpfen.

Zwar ist diese Ausgabe genauso bunt geworden, wie wir es für den Sommer für richtig hielten, als wir das Heft geplant haben. Aber auch ein knalliges DIY-Eisspecial hält uns und Euch als politische Subjekte nicht davon ab, die Konflikte um uns herum mit Sorge zu beobachten – auch wenn wir als nur vierteljährlich erscheinendes Magazin nicht immer in der Lage sind, journalistisch so zu intervenieren, wie wir uns das wünschen würden.

Umso mehr freuen wir uns, wenn wir gewisse Debatten aufgreifen können: Diesmal beschäftigen wir uns mit der uns umgebenden Rape Culture sowie den Erfolgen der feministischen schwedischen Partei, die redaktionsintern aufgrund ihrer mangelnden Queerness durchaus kontrovers diskutiert wird und distanzieren von der Julian-Assange-Verteidigung der Chicks on Speed.

Doch hauptsächlich feiern wir in diesem Heft mit unserem großen Verliebt!-Dossier die heimlichsten, unsinnigsten und süßesten Verliebtheiten, verfolgen die queere Kultur des Voguing, schauen politische Trashion auf der Alternativveranstaltung zur Fashion Week und unsere beliebte Comic-Kolumnistin Sharmila Banerjee startet mit dieser Ausgabe ihre neue Serie „Girlie“. Ihr haltet ein sommerliches Heft mit viel Herz in den Händen.

Eure Redaktion