Editorial 04/13

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wenn dies unsere letzte Ausgabe wäre, so könnten wir jetzt glücklich aufhören. Kathleen Hanna, Schutzheilige aller Riot Grrrls und feministische Leitfigur der dritten Welle, auf dem Cover von Missy! Seit der ersten Ausgabe träumen wir von diesem Moment. Immer wieder hatten wir versucht, sie für ein Interview zu gewinnen. Dass dieser Traum nun ausgerechnet zur 5. Jubiläumsausgabe von Missy wahr wird, ist das beste Geschenk, das wir uns selbst machen konnten, und vor allem Peaches zu verdanken –
die uns als Freundin des Hauses schon von Anfang an begleitete und jetzt ihre alte Freundin Hanna für uns anrief. Bitte entschuldigt uns, während wir kurz vor Freude ausrasten. […]

So, wieder da. Diese Ausgabe zum Anlass für eine Zwischenbilanz zu nehmen, war hingegen die ganze Zeit schon geplant. Vor fünf Jahren sind wir mit Missy angetreten, um feministische Kritik in den Pop zu tragen und die Leute im deutschsprachigen Raum endlich davon zu überzeugen, dass Feminismus immer noch glänzt. Seitdem hat sich viel getan in den Debatten um Geschlechtergerechtigkeit, so viel wie in diesen Breitengraden lange nicht. Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen – die wir zusammen mit vielen ande-
ren AktivistInnen im aktuellen Dossier vornehmen. Herausgekommen ist eine unglaublich facettenreiche Sammlung queer-feministischer Positionen, von denen wir vor fünf Jahren nur zu fantasieren wagten.

Wir danken allen LeserInnen, FreundInnen, Bekannten, Verwandten, AbonnentInnen, AnzeigenkundInnen, HelferInnen, IdeengeberInnen und KritikerInnen! Ohne euch alle würde es Missy in dieser Form nicht geben und ohne euch würde sich das Weitermachen auch gar nicht lohnen.

Mit euphorischen Grüßen,
Eure Redaktion