Editorial 04/10

Liebe Leserin, lieber Leser.

Mit dieser Ausgabe geht ein kleiner Traum von uns in Erfüllung: Endlich Christiane Rösinger auf dem Cover! Während der großartigen Songschreiberin aus Berlin, deren lustig-bissige Zeilen wie „Pärchen, verpisst euch, keiner vermisst euch!“ sich für immer in unser kollektives Gedächtnis gebrannt haben, mit ihrer fulminanten ersten Soloplatte von anderen Musikmagazinen nur ein Plätzchen in den Rezensionsecken zugedacht wurde, heben wir sie dahin, wo sie schon lange hingehört: auf den Titel.

Auch sonst haben wir im vorliegenden Heft einiges wahr gemacht, was uns schon eine ganze Weile umtreibt: So war es uns bereits lange ein Anliegen, die komplexen Verflechtungen von Feminismus und Tierrechten zu thematisieren, die im täglichen Trott von Schuhekaufen, Schminken oder Schnitzelessen gerne mal ausgeblendet werden. Wir haben mit ExpertInnen darüber gesprochen, was Fleischkonsum und die Ausbeutung von Tieren mit patriarchalen Privilegien zu tun haben – und dabei Erstaunliches erfahren (Dossier ab S. 45). Wir haben aber – wie eigentlich fast jedes Mal, wenn wir eine neue Ausgabe gestalten – noch viel mehr gelernt: zum Beispiel, wie aus abgelegten Altkleidern schnieke Designfummel entstehen (S. 64), und dass eine Gitarre auch mal aussehen kann wie ein Stöckelschuh (S. 69). Wir hoffen, ihr findet diese und andere Themen in der aktuellen Ausgabe so spannend wie wir.

Ach, und übrigens: Missy ist seit einem knappen Monat, genauer seit dem 20. Oktober, zwei Jahre alt! Sie entwickelt sich rasend schnell und wird immer selbstständiger, worauf ihre Muttis natürlich mächtig stolz sind.

Viele Grüße,
Chris, Sonja, Steffi und Margarita

PS: Im Februar wird Missy zum ersten Mal eine Missy-CD mit Titeln unserer liebsten Acts enthalten. Der Abo-Auflage dieses aktuellen Heftes liegt außerdem ein Bogen mit Aufklebern bei – ihr wisst schon, was damit zu tun ist. Wer das Heft am Kiosk gekauft hat und auch welche haben möchte, kann sie bei uns im Shop einzeln bestellen.