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Feminismus und andere Verschwörungstheorien – ein Rant

share tweet  In meiner letzten Gastblogwoche schließe ich mich all jenen an, die eine bessere Welt für ALLE Menschen wollen, für Männlein, für Weiblein, für Menschlein, unentschlossene, uninteressierte, schwarze, weiße, gelbe, blaue, grüne, buntgestreifte und die quergepunkteten auch. Alle eben. Bis vor ein paar Monaten dachte ich ja, Feminismus wäre die Weiterentwicklung des Humanismus und überhaupt…

07.07.11 >

In meiner letzten Gastblogwoche schließe ich mich all jenen an, die eine bessere Welt für ALLE Menschen wollen, für Männlein, für Weiblein, für Menschlein, unentschlossene, uninteressierte, schwarze, weiße, gelbe, blaue, grüne, buntgestreifte und die quergepunkteten auch. Alle eben.
Bis
vor ein paar Monaten dachte ich ja, Feminismus wäre die Weiterentwicklung des Humanismus und überhaupt supertoll. Und dann kamen zum Glück ein paar Männer (ja wirklich), die mir milde auf die Schulter klopften und meinten, das wäre falsch, ein Irrglaube und ich solle doch meine feministischen lila Scheuklappen absetzen und endlich sehen, wie sehr doch Männer von Feministinnen gegängelt werden. Feminismus ist doch das Schlimmste überhaupt und zwar aus folgenden sehr fundierten Gründen.

Sie sagten mir, dass Feministinnen (männliche Feministen gibt es nur in Form von lila Pudeln ohne eigene Meinung) Männer, wahre Männer abschaffen wollen. Weil sie Angst vor ihnen haben. Obwohl diese Männer ja Angst vor Feministinnen haben. Oder so. Ne warte, doch nicht. Männer haben keine Angst vor Feministinnen, sie werden von ihnen ja beherrscht und sind die armen Opfer ohne Ausweg. Also obwohl sie die absoluten Herrscherinnen sind und Deutschland/Österreich/Schweiz/Europa schon matriarchale Züge trägt, wollen sie wahre männliche Männer und alles männliche überhaupt abschaffen. Männlich ist Wettbewerb, ist Bewegung, ist toben, ist blau, sind Lego und Holzschwerter. Sind große, dicke, schnelle Autos und schwere Goldketten. Sind Firmenleitung und Vorstandsposten. Sind Erfinder und Genies. Und Sport. Und Haare auf den Zähnen und auf der Brust.

Die Feministinnen wollen das alles weghaben. Sie sind an allem schuld. Sie haben das Schulsystem so vereinfacht, dass Mädchen jetzt nur noch super abschneiden und Jungen allesamt furchtbar schlecht sind und die Hauptschulen füllen. Ja, die Mädchen können auf einmal sogar Mathe, Chemie und Physik. Da muss man(n) ja jetzt nichts mehr können und Jungens fühlen sich unglaublich unterfordert. Dann randalieren sie. Sie schikanieren keine anderen Jungs – sie müssen männliche Hierarchien bilden. Sie schikanieren keine Mädchen – für die interessieren sie sich nicht und wenn, dann nur im positiven Sinne, dass sie vor ihnen bestehen wollen. Sie schikanieren keine Lehrer/innen – und wenn, dann zu Recht. Die können halt nix und bevorzugen nur Mädchen. Jungs dürfen einfach gar nichts. Niemand fragt sie, was sie wollen. Niemand fördert sie. Dabei wollen sie doch nur gelie… ach ne warte, das ist unmännlich. Jungs wollen nur raufen und kämpfen und Wettbewerbe austragen. Und niemand lässt sie. Dann gehen sie verfrüht von der Schule ab und werden arbeitslos. Und depressiv. Und dann bringen sie sich um. Und all das, weil sie in der Schule nicht gefördert wurden. Und weil sie keinen Vater hatten. Den haben die Feministinnen ihnen weggenommen. Zumindest haben sie den Frauen die Möglichkeiten gegeben die gemeinsamen Kinder für sich zu beanspruchen und den Vätern die Kinder, den Kindern die männlichen Vorbilder zu entreißen, zu entfremden. Weil alle Väter dem Männerideal entsprechen.

Selbst wenn Jungs und junge Männer nicht arbeitslos sind, machen Feministinnen ihnen das Leben schwer. Eigentlich wollen sie nur ein Mädchen für sich gewinnen und mit ihm Nachwuchs in die Welt setzen. Damit ein Mädchen sich für sie interessiert, müssen sie aber furchtbar viel geleistet haben. Viel Geld haben. Viel Status. Denn Mädchen und Frauen wollen jemanden, der sie versorgt. Also arbeiten die Männer 60-80 Stunden in der Woche, um sich teure Autos und ein Einfamilienhaus zu kaufen. Im Idealfall kommt dann die richtige hübsche Frau und liebt sie. Und schenkt ihnen Nachwuchs. Ach ne, Nachwuchs ist ja keine gemeinsame Sache, sondern gehört der Frau. Und der Mann muss weiter 60-80 Stunden in der Woche schuften und Karriere machen. Um seine Familie zu versorgen. Wer braucht einen Vollzeitjob, wenn er auch für zwei arbeiten kann? All die Überstunden bringen doch auch mehr Geld – für die Familie. Nach der Arbeit soll der Mann dann noch einfühlsam und für seine Familie da sein. Sonst fühlt die Frau sich vernachlässigt und verlässt den Mann. Und bekommt das alleinige Sorgerecht. Das haben die Feministinnen so gebaut. Hängt der Mann einmal am Haken, muss er tun, was die Frau will.
Aber selbst die Arbeit ist dem armen Manne nicht gegönnt. Da wollen doch tatsächlich ein paar Frauen seinen Job machen. Ohne 60-80 Stunden zu schuften. Sondern nur die vorgesehenen 40. Und das gleiche Gehalt wollen sie haben. Aber nur für die guten Jobs. Nicht die schwierigen. Wie Müllabfuhr oder Militär. Achso, Militär auch. Ja aber dafür wollen sie weniger leisten. War ja schon damals im Schulsport so, dass Mädchen weniger machen mussten für die gleiche Note.
Am Ende will noch eine Frau seinen Job, die fürs Kinderkriegen ausgesetzt hat. Überhaupt, was will die ihre Kinder auch noch auf seine Steuerkosten fremdbetreuen lassen – wieder mehr Kinder, die nur von Frauen umgeben sind. Aber ne, ganz Zuhause bleiben dürfen Frauen auch nicht, dann kostet sie ihn ja noch viel mehr Steuern. Und er muss noch mehr arbeiten.

An allem Unrecht, dass Männern geschieht, sind Feministinnen schuld. Wie konnte ich das nur übersehen?
Weil nicht das Schulsystem furchtbar veraltet und nicht mehr zeitgemäß ist. Sondern Mädchen von feministischen Lehrerinnen bevorzugt werden.
Weil nicht alle Kinder sollen ruhig und aufmerksam sein. Sondern nur Jungs.
Weil Jungs in ihrem Schulleben nur von Frauen umgeben sind. Aber Boys Days Jungs in schlechte Berufe drängen, während Girls Days Mädchen dazu anhalten Karriere zu machen.
Weil ja alle männlichen Wesen viele Freundinnen und Frauen wollen. Aber nur die Arschlöcher mit den Motorrädern sie bekommen.
Weil nicht das wirtschaftliche System ununterbrochenen Einsatz und stetiges Wachstum verlangt. Sondern alle Männer 60-80 Stunden in der Woche arbeiten wollen. Und Frauenquoten ihnen das verbieten.
Weil Väter nicht Hausmänner werden dürfen, nicht Teilzeit arbeiten dürfen. Weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur Frauen betrifft.
Weil Frauen so versessen auf Nachwuchs sind. Und Männer nicht.
Weil alle Väter ihre Kinder lieben. Und Mütter ihre Kinder nur gegen den Vater ausspielen.
Weil Frauen sich ihr Leben so ausgesucht haben. Und Männer nicht.

Weil es wirkliche Probleme in dieser Welt gibt. Die gäbe es ohne Feminismus nicht.


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