Das Drop Dead Festival, seit neun Jahren erste Anlaufstelle für ‚art-damaged music‘, hat Berlin als diesjährigen Austragungsort gewählt. Nach der Gründung in New York in Städten wie Prag und Lisabon temporär heimisch gewesen, war Berlin in diesem Jahr für das Festival aus musikalischen und ökonomischen Gründen ersten Wahl. Zwischen dem 01. und 06. September spielen in der Maria am Ostbahnhof über 40 Bands Konzerte, dazu finden während des Festivals Workshops und Videoscreenings statt. Bei der Musikauswahl zeigt sich eine Affinität zum Selbstgemachten, Synthetischen, zum Experimentelleren und zum Mutierten, zum Minimalistischen und Schamanischen – und einen Hang zur Auflösung von Genrebezeichnungen. Was alles zusammenhält, ist wohl, dass alle Musiker und Organisatoren sich einer DIY-Idee verschrieben haben: DIY, im Wortlaut. Nach seiner Motivation gefragt, antwortet einer der Festivalmacher: ‚Dont‘ wait for someone else to make it. If you want a great event, make one! Get involved! You make your own reality.‘ An sechs Abenden gibt es immer mindestens sechs Acts, organisiert und dem interessierten Publikum in Showcases zusammengestellt. Ein Auszug aus dem viel versprechenden Überfluss (http://www.dropdeadfestival.com/line-up/): DAT Politics und Schwefelgelb aus Berlin, Bettina Köster, Sängerin der legendären Malaria, Creep aus New York, Kind Dude und Sewn Leather aus Seattle, The Legendary Pink Dots und die ganzen anderen Bands, von denen du noch nie gehört hast.

Bild: Drop Dead Festival