Es ist kalt, es ist nass, bald ist November und alles wird noch sinnloser. Ganz ist aber noch nicht alles verloren, denn zumindest ein sehr trifftiger Grund gegen die sicher sehr bald auftretende Novemberdepression findet sich jetzt schon: Am 3. November laden Christiane Rösinger und Andreas Spechtl zur großen

„Flittchengala der Depression“
Einlass 21 Uhr, Beginn 22 Uhr, im Südblock, Berlin

Gerade in den ersten Tagen dieses feucht-nebligen Monats, wenn den empfindsamen Menschen die erste zarte Novemberdepression ereilt, braucht es Wärme und Geselligkeit. In der Flittchenthemengala „Novemberdepression“  wird Peer vom Wannsee von Songs von Krisen und Vergeblichkeit singen, wird Ian Fisher, der einsame Barde von den Ufern des Mississippi, einem der melancholischsten Landstriche der Welt, seine traurigen Weisen erklingen lassen und „Die Heiterkeit“ eine neue und doch jetzt schon die beste Band Hamburgs, die zum Glück nicht so heiter klingt wie es der Name vermuten lässt,  ihre tollen Songs dem Berliner Publikum vorstellen.

Christiane Rösinger wird mit Andreas Spechtl  aus ihrem reichen Fundus an schwermütigen Liedern einiges darbieten. Nicht zu vergessen: Das berühmte traurige Quiz „Erkennen Sie die Melodie“ und depressives Djtum  mit DJ Wagner und Partner!

Und damit ihr aus dem freudigen Musikreigen gar nicht erst wieder herausfallt, geht es am Freitag (4.11.) gleich mit einem Konzert weiter: Andreas Spechtl spielt mit seiner Band Ja, Panik im Festsaal Kreuzberg in Berlin auf. Alle hin, hin, hin.

Wie könnte man da noch traurig sein?

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Als Eva Besnyö 1930 im Alter von 20 Jahren aus dem faschistischen Ungarn floh, kam sie mit dem Gesellenbrief eines Budapester Fotoateliers in der Tasche in Berlin an. Dort fand sie bei einem Pressefotografen Arbeit, suchte Motive auf Baustellen, am Wannsee, im Zoo oder in Sportstadien. 1932 flüchtete Besnyö wieder, diesmal vor den Nazis nach Amsterdam, wo sie sich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wegen ihrer jüdischen Wurzeln versteckt halten musste. Während der 1970er engagierte sie sich in der niederländischen Frauengruppe Dolle Mina für Gleichberechtigung. Ihre Kamera hatte sie bei den Demonstrationen und Straßenprotesten immer dabei.

Erstmals wird jetzt eine Retrospektive der ungarischen Fotografin in Berlin gezeigt. Die Ausstellung in der Räumen der Berlinischen Galerie wird organisiert und veranstaltet von “Das verborgene Museum”, einem Verein mit der Zielsetzung, das Lebenswerk und die Lebensgeschichte von Künstlerinnen bekannt zu machen, die aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind.

Heute eröffnet die Ausstellung in der Berlinischen Galerie und wird noch bis zum 27. Februar 2012 zu sehen sein.
www.berlinischegalerie.de // dasverborgenemuseum.de

Vor ein paar Wochen konnte man auf dieser Seite lesen: Gudrun Gut ist die Gewinnerin der Goldenen Indie Axt 2011. Diese Anerkennung hat sie für ihre Verdienste für die Independentkultur in Deutschland erhalten. Verdient hat sie das allemal, denn als Künstlerin, Musikerin, Radiomacherin und Labelchefin ist Gudrun Gut eine der umtriebigsten Frauen der Musikszene. Missy-Redakteurin Stefanie Lohaus sprach mit ihr über die fehlende Anerkennung von elektronischer Musik in Deutschland, ihre Wunschliste für die Zukunft, neue Projekte und warum sie sich jetzt doch als Feministin bezeichnet. Weiterlesen „„Der Indiebereich ist die Forscherecke““

Die Geschichte beginnt mit einem flauschigen Kater und einer verletzten Tatze. Das Tier wartet im Heim auf ein Paar, das im Begriff ist, noch einmal alles neu zu denken. Sie ist mäßig passionierte Tanzlehrerin, er IT-Supporter in Heimarbeit. Was für ein Zuhause wollen sie ihrem neuen Mitbwohner anbieten? Vielleicht ein Zuhause, in dem die Träume von früher wahr geworden sind. Also kündigen Sophie und Jason ihre Jobs und tun, was sie schon immer einmal tun wollten – und stolpern.

Anlässlich des Filmstarts von „The Future“ verlost Missy ein von Miranda July signiertes Filmplakat plus fünf Hörbücher ihres Kurzgeschichtenbandes „Zehn Wahrheiten“. Schickt uns bis Freitag eine E-Mail mit dem Titel von Miranda Julys letztem Film und Eurer Adresse an: verlosung@missy-mag.de.

Kleiner Tipp: In unserem nächsten Heft ist Miranda July im Interview! Ab dem 14. November liegt es im zeitungskiosk Eures Vertrauens aus.

Die britische Sunday Times bezeichnete bereits Nnekas Debütalbum „Victim of Truth“ als die angemessene Nachfolge von „The Miseducation of Lauryn Hill“. Im September erscheint jetzt Nnekas neues Album „Soul is Heavy“. Die Sängerin mit der Soul-Stimme, die 1980 im Niger-Delta geboren wurde, zwischenzeitlich in Hamburg lebte und heute wieder in Lagos wohnt, präsentiert darauf eine Mischung aus Hip-Hop-Beats, Reggae-Grooves, Bläsersätzen und afrikanischem Pop, unterstützt von Größen wie Black Thought von den Roots und Ms. Dynamite. Nneka ist Teil einer neuen musikalischen Revolution in Afrika und hat sich gleichzeitig ihre eigene musikalische Nische geschaffen, die sie stets weiter entwickelt. Im Herbst 2011 ist Nneka mit ihrem neuen Album in Deutschland auf Tour. Längst kein Geheimtipp mehr, aber dennoch eine heiße Empfehlung unsererseits.

Wann & Wo:

28.10.2011: Heidelberg
30.10.2011: Stuttgart
31.10.2011: Berlin
07.11.2011: Köln
08.11.2011: München
10.12.2011: Düsseldorf

www.nnekaworld.com

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Wer am Sonntag den Lokal Swap in Hamburg verpasst hat, hat hier gleich die nächste Möglichkeit zum Swappen. Am Donnerstag sind wir in der KOMMBar in Frankfurt auf dem Podium und beim anschließenden Kleidertausch mit dabei.

„Kleider machen Leute – Leute machen Kleider.“ Unter diesem Motto steht in der kommenden Woche die KOMMBar zum Thema “Macherinnen – DIY, Mode und Kleidertausch”. Es gibt eine Podiumsdiskussion mit anschließender Kleidertausch-Party.

Frankfurt macht! In Deutschlands Finanzmetropole ist die Kreativwirtschaft zu einem bedeutsamen Standortfaktor geworden. Gerade im Bereich Mode und Textil wagen in den letzten Jahren vermehrt Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit mit Produkten der „Marke Eigenbau“. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion lädt die KOMMBar im Museum für Kommunikation Frankfurt erneut dazu ein mitzudiskutieren: Was bedeuten diese neuen Arbeits- und Produktionsformen gerade für Frauen und ihre beruflichen Strategien, Perspektiven und Netzwerke? Warum entscheiden sich vermehrt Frauen dafür, ihr Hobby zum Beruf zu machen und dabei den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen? Diese und weitere packende Themen werden in der zweiten KOMMBar der Saison zum Thema DIY genauer beleuchtet.

Folgende Expertinnen werden zur Podiumsdiskussion anwesend sein:
– Moderatorin Silke Hartmann ist Gründerin der Kulturperle, einer Agentur für Kulturmanagement und Kommunikation. Sie ist Mitbegründerin des Frankfurter Kunst- und Kulturvereins Raum 121.
– Stella Friedrichs rief 2004 das Stilblüten Festival ins Leben, das zwei Mal im Jahr in Frankfurt stattfindet und Designern und Modemachern aus ganz Deutschland eine Plattform bietet.
Prof. Dr. Elke Gaugele ist Professorin für das Studienfach „Moden und Styles“ an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ein Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit ist Kleidung als Medium der Genderkonstruktion.
– Jutta Heeg ist Inhaberin des Konzeptladens „ichwareindirndl“ in der Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen.
– Chris Köver ist Redakteurin und Mitherausgeberin des Missy Magazines. Die Zeitschrift berichtet über Politik, Gesellschaft, Popkultur und Style aus einer feministischen Perspektive.

Wann und Wo? Am Donnerstag, 20. Oktober 2011, um 19:30 Uhr im Frankfurter Museum für Kommunikation!

Weiterlesen „„Kleider machen Leute, Leute machen Kleider“: Missy am Donnerstag in der KOMMBar Frankfurt“

Wer am Sonntag den Lokal Swap in Hamburg verpasst hat, hat hier gleich die nächste Möglichkeit zum Swappen. Am Donnerstag sind wir in der KOMMBar in Frankfurt auf dem Podium und beim anschließenden Kleidertausch mit dabei.

„Kleider machen Leute – Leute machen Kleider.“ Unter diesem Motto steht in der kommenden Woche die KOMMBar zum Thema “Macherinnen – DIY, Mode und Kleidertausch”. Es gibt eine Podiumsdiskussion mit anschließender Kleidertausch-Party.

Frankfurt macht! In Deutschlands Finanzmetropole ist die Kreativwirtschaft zu einem bedeutsamen Standortfaktor geworden. Gerade im Bereich Mode und Textil wagen in den letzten Jahren vermehrt Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit mit Produkten der „Marke Eigenbau“. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion lädt die KOMMBar im Museum für Kommunikation Frankfurt erneut dazu ein mitzudiskutieren: Was bedeuten diese neuen Arbeits- und Produktionsformen gerade für Frauen und ihre beruflichen Strategien, Perspektiven und Netzwerke? Warum entscheiden sich vermehrt Frauen dafür, ihr Hobby zum Beruf zu machen und dabei den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen? Diese und weitere packende Themen werden in der zweiten KOMMBar der Saison zum Thema DIY genauer beleuchtet.

Folgende Expertinnen werden zur Podiumsdiskussion anwesend sein:
– Moderatorin Silke Hartmann ist Gründerin der Kulturperle, einer Agentur für Kulturmanagement und Kommunikation. Sie ist Mitbegründerin des Frankfurter Kunst- und Kulturvereins Raum 121.
– Stella Friedrichs rief 2004 das Stilblüten Festival ins Leben, das zwei Mal im Jahr in Frankfurt stattfindet und Designern und Modemachern aus ganz Deutschland eine Plattform bietet.
Prof. Dr. Elke Gaugele ist Professorin für das Studienfach „Moden und Styles“ an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ein Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit ist Kleidung als Medium der Genderkonstruktion.
– Jutta Heeg ist Inhaberin des Konzeptladens „ichwareindirndl“ in der Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen.
– Chris Köver ist Redakteurin und Mitherausgeberin des Missy Magazines. Die Zeitschrift berichtet über Politik, Gesellschaft, Popkultur und Style aus einer feministischen Perspektive.

Wann und Wo? Am Donnerstag, 20. Oktober 2011, um 19:30 Uhr im Frankfurter Museum für Kommunikation!

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Erst letztes Jahr war Premiere – dieses Jahr werden sich bereits über 100 AusstellerInnen auf dem großen DIY-Markt in Hamburg tummeln. Präsentiert wird nur, was in liebevoller Kleinstarbeit in diversen Kämmerchen genäht, gestrickt, geklebt, gedruckt oder auch gekocht wurde.

“hello handmade will entdecken, sammeln und ausstellen. Inspiration liefern und Ideen anstoßen. Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges dokumentieren”, sagt Organisatorin Sophie Pester, die auch die gleichnamige Website www.hello-handmade.com betreibt und selbst Handgemachtes fertigt. Ihr geht es besonders um den Vernetzungsgedanken: Sie weiß, wie wichtig es für unabhängige DesignerInnen mit kleinen Auflagen ist, eine Plattform zu haben. Es darf also nach Herzenslust geschaut, angefasst, entdeckt, kennengelernt, ausgetauscht, ge- und verkauft werden.

Missy wird ebensfalls mit einem Stand und einem Spezialgast dort sein, also kommt vorbei und besucht uns! Unter allen BesucherInnen verlosen wir ein Jahresabo und ein Missy-Pudel-T-Shirt.

hello handmade Markt. Wann & Wo? Sonntag, 23. Oktober von 10 bis 18 Uhr im Foyer des Kampnagel Hamburg, Eintritt: 3 Euro.

Morgen geht es los, Deutschlands größtes und ältestes queeres Filmfestival. Vom 18. bis 23. Oktober rollen die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg den roten Teppich aus. Oder besser gleich mehrere, denn gezeigt werden insgesamt 62 Filme im Metropolis, der Passage, dem B-Movie und in den Studio-Kinos in Hamburg.

MISSY präsentiert die Deutschlandpremiere von “Hit So Hard” am 19. Oktober um 22.30 Uhr im Metropolis. Der Dokumentarfilm ist eine Huldigung der kraftvollen Schlagzeugerin Patty Schemel, die mit Hole in den 1990ern die Grunge-Szene unsicher gemacht hat. Für alle Festivaltickets beginnt der Vorverkauf am 1. Oktober. Wir verlosen 2 x 2 Karten für „Hit So Hard“. Wer teilnehmen möchte, schreibt eine Mail an verlosung@missy-mag.de.

www.lsf-hamburg.de

Wann & Wo Am Mittwoch, 19. Oktober, 22.30 Uhr im Kino Metropolis, Steindamm 52/54, Hamburg.

[youtube width=“500″ height=“418″]http://www.youtube.com/watch?v=g8nm1jrqOIw&feature=related[/youtube]

 

 

Wir erwarten Bodenfrost mit gleichzeitig hitzigen Aktionen über der Erdbodenfläche an diesem 15. Oktobertag. In Berlin beginnt um 12 Uhr das BarCamp Frauen in der Kalkscheune. Noch immer ist die Frage: „Was wollt ihr eigentlich?“ Tauscht Euch mit anderen über alternative Lebensformen und eure Wunschgesellschaft aus, in der ihr leben wollt.

Während in Berlin die Diskussionen um alternative Lebensformen kreisen werden, präsentiert der Ventil Verlag zum Besuchertag Weiterlesen „Ein Tag und sechs Möglichkeiten, ihn zu verbringen: Haltet Euch den 15. Oktober frei!“

Ende Oktober beginnt wieder die interdisziplinäre Vorlesungsreihe „que(e)r_einsteigen“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im mittlerweile vierten Jahr der Reihe soll es schwerpunktmäßig um das Thema „Raum“ gehen: Wer kommt wo hinein oder eben auch nicht, aufgrund welcher Normen? Dass diese Fragen zeitlos aktuell ist, zeigt ein Blick auf die Themenliste: von den Slutwalks über Polyamorie bis zu Prostitution im neoliberalen Kapitalismus stehen neuere Entwicklungen neben zeitlosen Klassikern (queer-)feministischer Theorie. Unser Donnerstagsausgehtipp.

Die Auseinandersetzung mit Themen der queer studies, deren Verständnis von „queer“ über die übliche Assoziation des „Schwul-Lesbischen“ hinausreicht, zielt auf einen kritischen Umgang mit normierenden und normalisierenden Mechanismen sowie die Infragestellung eindeutiger Kategorisierungen und Identitäten. Durch das Nachzeichnen der Entstehung von vermeintlichen Eindeutigkeiten sollen die damit verbundenen Herrschaftsverhältnisse aufgezeigt und kritisiert werden.

Der Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Raum“, weil die Konstitution von Räumen von und für Menschen, deren Identitäten durch herrschende Normen ausgeschlossen werden, sowohl in einem soziologischen als auch in einem real(politisch)en Verständnis besonderen Schwierigkeiten unterliegt. Dementsprechend haben die Vorträge mehrheitlich einen Bezug zu Räumen verschiedenster Art. So wollen wir im einführenden Vortrag ergründen, wie Geschlecht, Sexualität und Körper räumlich überhaupt konstruiert werden. Die folgenden Vorträge werden diesen Schwerpunkt immer wieder aufgreifen, wenn sie sich zum Beispiel der Raumproduktionen von Drag Kings und Transgender widmen, Beziehungskonzepte jenseits von serieller Monogamie ausloten, queere Filmfestivals nach dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit befragen oder die Räume analysieren, die durch die staatliche Regelung der Prostitution entstehen. Weiterlesen „„que(e)r_einsteigen“ in Halle-Wittenberg“

Noch bis zum 15. Oktober könnt Ihr eine Dame Eurer Wahl für den Anne-Klein-Frauenpreis der Heinrich-Böll-Stiftung nominieren. Gesucht werden Frauen aus dem In- und Ausland,

„die sich herausragend für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie, gegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes oder der geschlechtlichen Identität engagiert haben. Die Preisträgerinnen sollen sich vor allem durch Zivilcourage, Mut und Widerstand auszeichnen und sich im Rahmen ihrer Aktivitäten für Frauen und Mädchen engagiert haben.“

Wenn Ihr Euch für eine Frau entschieden habt, stellt Ihr sie und ihr Schaffen auf maximal drei A4-Seiten vor und sendet Euren Vorschlag per E-Mail oder Post an die Heinrich Böll Stiftung. Mehr Infos zum Preis und den Vergabekriterien findet Ihr hier.

 

Die Frage ist doch wirklich: „Was wollt ihr eigentlich?“ Darüber wollen die VeranstalterInnen des zweiten BarCamp Frauen mit Euch am 15. Oktober in Berlin diskutieren. In diesem großen Zeltlager der Ideen geht es vor allem um Eure Vorstellungen von einem besseren Leben und Möglichkeiten ihrer Umsetzung. Mehr Infos findet Ihr auf hier.

Wann & Wo
Am 15. Oktober von 12 bis 18 Uhr in der Kalkscheune Berlin, Johannisstr. 2, Berlin. Der Eintritt ist frei.

 

Seit über einem Jahr bietet die Freidrich-Ebert-Stiftung in ihrer Campus-Reihe „Geschlechterrolle Vorwärts“ regelmäßig Gender-Trainings an. Ein Wochenende lang drehen sich dann verschiedene Workshops um Themen wie Gender-Kompetenz als Schlüsselqualifikation im Beruf oder gendersensibles Handeln im Allgemeinen. Etwa: Wie erkläre ich Gender meiner Oma? Nächster Termin ist der 03. und 04. Dezember im Queer Leben in Berlin.

Die Teilnahme kostet 30 Euro – im Gegenzug bekommt ihr eine gut dosierte Auswahl an Inputs, Übungen, Arbeitsgruppen und Snacks zwischendurch. Das Training richtet sich vor allem an StudentInnen und BerufseinsteigerInnen. Willkommen sind aber auch alle, die einfach Lust auf eine Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen haben. Direkt anmelden könnt Ihr Euch hier.

Wann & Wo
Am 03. und 04. Dezember von 11–17 Uhr im Queer Leben in der Glogauer Straße 19, Berlin

 

Wenn der Lehrplan nichts Interessantes bietet, dann muss man die Sache eben selbst in die Hand nehmen. So ist es jetzt an der Goethe-Universität in Frankfurt geschehen. Dort haben sich ein paar PhilosophiestudentInnen zusammengetan und eine öffentliche feministische Veranstaltungsreihe zum Thema „Philosophie. Macht. Geschlecht“ für das Wintersemester 2011/12 organisiert.

Weiterlesen „Beginn der feministischen Veranstaltungsreihe „Philosophie. Macht. Geschlecht“ an der Goethe-Universität Frankfurt“

124 Jahre hat es gedauert, bis Nellie Blys Reportage „Ten Days in a Mad-House“ jetzt auch in einer deutschen Übersetzung als Buch erschienen ist (Buch hier, Leseprobe hier, Originalvolltext hier). Im Jahr 1887, als Frauen im Journalismus noch selten waren, schlich sich Bly unter Vortäuschung einer Krankheit in eine New Yorker Frauenpsychiatrie ein – und entlarvte menschenunwürdige Zustände. Hier noch mal die Würdigung, die Oskar Piegsa vor einiger Zeit für Missy geschrieben hatte (erschienen in Ausgabe 1/2010, jetzt online in seinem Blog achtmilliarden.com).

Mancherorts sind ihre Auftritte schon komplett ausverkauft – bei MISSY könnt Ihr für Chinawoman in Wien, München und Dresden noch Karten gewinnen und Euch mit einem kleinen Interview auf das Konzert vorbereiten. Wir haben die Künstlerin in einem Berliner Café getroffen und mit ihr über die Tour, ihr Publikum und die neuen Lieder gesprochen, an denen sie gerade schreibt.

Vor etwa einem Jahr ist Michelle Gurenvich von Toronto nach Berlin gezogen. Ihr Wunsch: Chinawomans Musik in Mittel- und Westeuropa bekannter machen – denn im östlichen Kontinent wird sie schon seit ihrem Debüt „Party Girl“ (2007) rund um die Uhr gefeiert. Grund sind wohl die melancholischen Balladen, die sie schreibt und aus denen die russische Heimat ihrer Eltern spricht.


MISSY: Die alten russischen Balladen auf den Kassetten deiner Eltern sind eine große Inspiration für dich gewesen. Wie war es denn für dich, als du dann das erste Mal in Russland aufgetreten bist?

Michelle: Die Erwartung war schon: Jetzt fahre ich endlich nach Russland, mein Heimatland, mein größtes Publikum usw. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass es nicht so dramatisch war, wie ich es mir ausgemalt hatte. Als ich nach Polen, Kroatien oder Serbien gegangen bin, war da sogar noch mehr Enthusiasmus. Die verstehen die Musik nicht weniger, als die Russen – jedes osteuropäische Land ist mit dieser Art Melodien vertraut. Ich bin glücklich, dass meine Musik auch über die russischen Grenzen hinaus HörerInnen findet.

Welchen Song spielst du am liebsten auf der Bühne?

Russian Ballerina geht immer! Andere Songs kann man vermasseln, aber selbst wenn man Russian Ballerina vermasselt, ist er immer noch super. Weil der Song einfach Spaß macht. Selbst eine Person, die meine Show gehasst hat, wird Russian Ballerina lieben. Der ist immer mein vorletzter Song.

Am bekanntesten bist du bis jetzt in Osteuropa – mitunter in Ländern mit sehr homophoben Tendenzen. Gleichzeitig machst du in deinen Texten keinen Hehl daraus, dass du dich ausschließlich für Frauen interessierst. Ist dann ein Konzert von dir in diesen Ländern nicht gleich ein politisches Statement?

Als ich das erste Mal nach Polen gefahren bin, war ich überrascht, als ich auf die Bühne gegangen bin. Ich war gerade erst nach Europa gezogen und plötzlich sah ich einen Raum voll mit queeren Frauen. Das hatte ich vorher in Kanada so gar nicht erlebt. Es gibt aber auch viele ältere Männer, die sonst einfach traditionelle Chansons mögen. Ich glaube sogar, ich habe tatsächlich ein paar homophobe ZuhörerInnen, die einfach den Chanson-Style mögen – und vielleicht nicht so gut Englisch sprechen. Neulich war da sogar ein Typ, den ich von meiner Facebook-Seite verbannen musste. Ich hab da eine Art homoerotisches Video gepostet und er schrieb darauf dann ganz homophobe Sachen drunter. Also ja, in Orten wie Russland und Serbien bekommt meine Show fast etwas Politisches, weil man dort keine Form von homosexueller Kultur leben kann. Also nicht wirklich.

Dein letztes Album ist vor einem Jahr erschienen – kommst du bei dem vielen Touren dazu, neue Sachen zu schreiben?

Ja, ich schreibe an verschiedenen Songs. Nächstes Jahr wird auf jeden Fall etwas Neues erscheinen – eine EP oder LP. Es ist wirklich schön für mich, mal das ganze touren und Organisieren zu vergessen und an neuen Liedern zu schreiben.

Klingen die neuen Sachen denn jetzt anders, seit du in Berlin lebst – weit weg vom Kassettenregal deiner Eltern?

Ich mach jetzt nur noch Techno. (Lacht.) Nein, die Berliner Elektromusik hat sicher einen Einfluss, aber das hatte ich schon vorher so geplant. Meine Musik soll ein bisschen mehr upbeat werden. Nicht viel, aber ein Beat kann wirklich helfen. Also wenn man einen wirklich deprimierenden Song hat, kann man sich wenigsten noch an dem Beat festhalten – als Hilfe durch das Elend. Interview: Katrin Gottschalk

 

VERLOSUNG

MISSY verlost 2×2 Freikarten für das Konzert am 06. Oktober im Fluc in Wien, 2×2 Freikarten für den 09. Oktober im Feierwerk München und 1×2 Freikarten für das Thalia Kino in Dresden am 10. Oktober. Schreibt einfach eine E-Mail mit dem Ort Eurer Wahl an: verlosung@missy-mag.de. 

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Es ist Jahreszeitenwende und wir stellen fest: Auf uns wartet die wunderweiche Winterhose, die eigentlich schon immer viel zu groß ist und der sportive Glitzerpulli, der schon vor Jahren beim Waschen eingegangen ist. Nix passt und nix kann noch passend gemacht werden. Aber: Tauschen hilft! Auf dem Lokal Swap in Hamburg könnt Ihr am 16. Oktober für all die unpassenden Kleidungsstücke neue BesitzerInnen suchen und gegen Klamotten tauschen, die wie angegossen sitzen. So funktioniert es:

1. AUSSUCHEN
Durchforste deinen Schrank nach Kleidungsstücken,
Accessoires oder Schuhen, die in einem sehr guten Zustand sind.
2. VORBEIBRINGEN
Bringe diese zur Annahmestelle (Kauf Dich Glücklich, Susannenstraße 4, 20357 Hamburg, geöffnet vom 06. bis 14. Oktober, Montag bis Samstag 11 – 20 Uh)
3. BEWERTEN
Wir bewerten im LOKAL. Am Tag des LOKAL SWAPs erhältst du deinen Swap-Punkte Coupon.
4. SWAPPEN
Komme am 16.10. ins LOKAL und suche dir für deine Punkteanzahl
neue Lieblingsstücke aus.
5. GLÜCKLICH SEIN
Es wird nicht nur geswappt, sondern es gibt auch eine einzigartige Atmosphäre, gute Musik, Kuchen, Kaffee & Tee.

Wann & Wo:

Am 16. Oktober ab 15 Uhr, Lokal e. V., Max-Brauer-Allee 207, Eintritt: 3 Euro (inkl. 1 Euro Getränkegutschein)

Anlässlich des Erscheinungstermins von Antje Rávic Strubels neuem Roman  „Sturz der Tage in die Nacht“ verlosen wir in Kooperation mit fischerverlage.de 15 Exemplare des Buches.

Die Preisfrage: Was ist Protagonstin Inez von Beruf?

Um ein Exemplar zu gewinnen, schickt die Antwort und eure Adresse an verlosung@missy-mag.de. Einsendeschluss ist der 15. Oktober.

Viel Glück!