Roadshow: „Call Me Kuchu“ der neue Film über die Situation der LGBT Community in Uganda geht auf Tour

CALL ME KUCHU – Trailer mit deutschen Untertiteln from Utopians on Vimeo. Der preisgekrönte Dokumentarfilm Call Me Kuchu der beiden amerikanischen Filmemacherinnen Malika Zouhali-Worall und Katherine Fairfax Wright tourt ab heute durch die Kinos der Republik. Call Me Kuchu begleitet mutige MitgliederInnen der LGBT Community in Uganda bei ihrem Kampf gegen orthodox-religiöse und fundamentalistische Gruppen,…

18.09.12 > Film & Serien,

CALL ME KUCHU – Trailer mit deutschen Untertiteln from Utopians on Vimeo.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm Call Me Kuchu der beiden amerikanischen Filmemacherinnen Malika Zouhali-Worall und Katherine Fairfax Wright tourt ab heute durch die Kinos der Republik. Call Me Kuchu begleitet mutige MitgliederInnen der LGBT Community in Uganda bei ihrem Kampf gegen orthodox-religiöse und fundamentalistische Gruppen, welche sich seit Jahren für ein verschärftes Homosexuellengesetz einsetzen. Dieses Gesetz sieht lebenslängliche Haftstrafen bis zur Todesstrafe für offen homosexuell lebende Menschen vor.

David Kato, Menschenrechtsaktivist und erster offen schwul lebender Mensch in Uganda, versucht dieses Gesetz gemeinsam mit seinen MitstreiterInnen aus der LGBT Community mit allen Mitteln zu verhindern. Die Filmemacherinnen Zouhali-Worall und Wright begleiten Kato und andere offen oder verdeckt homosexuell lebende Menschen bei ihrem Kampf gegen den lebensbedrohlichen Gesetzesentwurf. Dieser wurde nach massiven Protesten vorerst auf Eis gelegt, jedoch nach Abebben der Demonstrationen im Februar 2012 erneut vorgelegt. Eine Entscheidung über den Gesetzesentwurf ist bis jetzt noch nicht gefallen.

Inmitten der Dreharbeiten für den Dokumentarfilm wird Kato brutal ermordet. Sein Tod ist eine grausame und all zu deutliche Drohgeste für homosexuelle Menschen in Uganda. Umso dringlicher erscheint das Anliegen des Films, die Lebensumstände und die Rechtslage der LGBT Community in dem ostafrikanischen Land publik zu machen und anzukreiden. Dies tut der Film auf eindrückliche Weise und schafft es dabei auch noch, eine ganz besondere Ästhetik zu entfalten.

Am 20. September startet der Film in Deutschland und das Institut für Film und Videokunst e.V. Arsenal geht mit Call Me Kuchu schon ab dem 18. September auf Tour. Mehr Informationen zu den Tourdaten und weiteres Infomaterial zum Film findet ihr auf der Arsenal Website und auf der englischen Website des Films. Schaut euch den Film an, diskutiert mit den Filmemacherinnen, zeigt euer Interesse und helft mit, das Anliegen der AktivistInnen des Films öffentlich zu machen und den lebensbedrohlichen Schikanierungen durch ultraorthodoxe Gruppen in Uganda ein Ende zu setzen.

 

Wo & Wann

Die Tour beginnt heute im Woki Filmpalast in Bonn und macht u.a. vom 20. bis zum 26. September Halt in Berlin im Eiszeitkino in der Zeughofstraße. Am 21. September werden auch dort die beiden Filmemacherinnen anwesend sein und im Anschluss an die Filmsichtung über ihren Film sprechen (hier könnt ihr euch auf youtube ein Interview mit den beiden Regisseurinnen ansehen).

Die Call Me Kuchu Roadshow wird voraussichtlich bis zum 18. Dezember dauern. Wo genau der Film dann überall zu sehen sein wird, könnt ihr auf der Arsenal Website sehen.

 


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