„Neun Leben hat die Katze“ – Deutschlands 1. feministischer Film

Uneingeschränkt empfehlenswert sind die heutige Filmvorführung und anschließende Drei-Generationen-Debatte mit Ula Stöckl, Laura Méritt & Sookee.

15.07.13 > Film & Serien

ingeschränkt empfehlenswert sind die heutige Filmvorführung und anschließende Drei-Generationen-Debatte mit Ula Stöckl, Laura Méritt & Sookee.


Was: Deutschlands erster feministischer Film & drei Generationen im Gespräch über 45 Jahre Frauenbewegung

Wer:  Prof. Ula Stöckl, Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Laura Méritt & Genderlinguistin + Rapperin Sookee


 

Anlässlich ihres 50. Jubiläums zeigt die Deutsche Kinemathek dieses feministische Frühwerk von 1968. Im Anschluss Diskussion: Was muss sich noch immer ändern? Welche Rolle spielen Individualität und Konkurrenz bei der Emanzipation? Wie gehen Feministinnen in der heutigen hoch kapitalistischen und immer noch patriarchalen Gesellschaft gegen strukturelle Ungleichheiten vor?

Der von Ula Stöckl realisierte Streifen gilt als Deutschlands erster feministischer Film und trifft noch immer ins Herz der Jahrhundert-Debatte. Die feministische Filmikone, Bundesfilmpreisträgerin und Professorin für Regie und Frauen im Film an der University of Central Florida freut sich darauf, das Jubiläum in einer Runde mit Vertreterinnen der nachrückenden feministischen Generationen diskutierend zu feiern. Gewohnt streitbar und sex-positiv erweitert Laura Méritt das Spektrum feministischer Perspektiven. Rapperin Sookee vervollständigt das Trio eloquent und engagiert.

In „Neun Leben hat die Katze“ geht es um fünf junge Frauen, deren alltägliche Erfahrungen, Sehnsüchte, sexuelle Aktionen und Phantasien. Das Besondere sind die filmischen Metaphern weiblicher Lust, das miteinander spielen von Laien und Schauspielenden und die Verbindung von Phantasie oder Traumsequenzen und Wirklichkeits-Ebenen.

„Neun Leben hat die Katze“ gilt nicht nur als erster Frauenfilm, sondern avancierte zu einem Kultfilm der 60er Jahre.

„Ihr Film kreist um ein gesellschaftspolitisch immer noch brisantes Problem: um die Frage im Grunde, auf welche Weise sich die Frau emanzipieren kann in einer Gesellschaft, die von nicht-emanzipierten Männern beherrscht und verwaltet wird.“ (Die Welt 14.10.1968)


Wann: 15. Juli 2013, 19h

Wo: Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin, Potsdamer Platz

Filmvorführung, Diskussion & Empfang

Begrüßung: Martin Koerber (Leitung des Filmarchivs der Deutschen Kinemathek)

Diskussion: Ula Stöckl, Laura Méritt & Sookee

Kino: Tel. 030-269 55 100, ticket@arsenal-berlin.de

weitere Infos zum Film & Pressekontakt: www.stoecklfilm.com, 030-788 12 62

Infos zu den Frauen: www.stoecklfilm.comwww.sexclusivitaeten.dewww.sookee.de


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