Vorwärts mit dem Film der Frauen

Auch im Kino dreht sich ab dem Internationalen Frauentag am 8. März alles um Filme von und über Frauen.

05.03.14 > Film & Serien

Auch im Kino dreht sich ab dem Internationalen Frauentag alles um Filme von und über Frauen. Am 8. März startet die Feminist Film Week mit einem bunten Programm in Berlin.

In der 85-jährigen Geschichte des Academy Awards wurden bisher nur vier Frau als Regisseurinnen nominiert – gewonnen hat bisher nur eine einzige. Kathryn Bigelow war im Jahr 2009 die erste weibliche Regisseurin, die den goldenen Mann mit nach Hause nehmen durfte.
In der Filmwelt und auf Filmfestivals dominieren Männer in der Anzahl, nicht nur in den Rollen sondern auch als Macher. Dabei gibt es genauso viel Talent auf der Seite der Frauen, dennoch bleiben deren Filme weniger beachtet und oft unerkannt. Um Frauen vor und hinter der Kamera ins Rampenlicht zu stellen, gibt es in Berlin nun Anfang März die Feminist Film Week.
Ein vielfältiges Programm soll zu Schau stellen, wie viel verschiedene Film ständig von Frauen produziert werden. Der schwedische Film „Eat, sleep, die“ erzählt die Geschichte von der muslimischen Raša, die ihren Job in einer Fabrik verliert und sich allein durchschlagen muss. „Not Without a Fight“ zeigt eine Reihe von dokumentarischen Kurzfilmen über Frauen, die überall auf der Welt etwas bewegen wollen und „Forbidden Voices“ porträtiert Bloggerinnen, die in diktatorischen Regimen wie Kuba, China und dem Iran kein Angst haben, ihre Meinungen öffentlich zu vertreten.
Die Regisseurinnen erzählen in den verschiedensten Genres von der Dokumentation bis zum Coming-of-Age Drama von Frauen an jeglichen Orten der Welt, von Schweden bis Kentucky.
Menschen, die einem nah stehen und etwas bedeuteten sind die Hauptfiguren des Kurzfilmprogramms „Love, family and sisterhood“, während „Belleville Baby“ eine Dokumentation über Erinnerungen an verlorene Liebe und lang vergangene Zeiten ist. „My Body Belongs to Me“ thematisiert Körperpolitik, Sexualität und Schönheitsstandards. „Thou Wast Mild and Lovely“ handelt von jungen Menschen auf einer Farm in der Wildnis von Kentucky, von Liebe, Waffen, Tod – und Ziegen.

Feminist Film Week: Vom 8. bis zum 13. März im Kino Babylon, Queen Qotti, Villa Neukölln und Kino Sputnik.
Mehr Infos findet ihr auch hier.