Vom 11. bis 12. Juni könnt Ihr handverlesene Pionierinnen der elektronischen Musikszene samt ihrer Nachfolgerinnen in Berlin auf Konzerten, Performances oder Podien sehen. 

Auch mit dabei: Electric Indigo (Foto: Electric Indigo)

Wahrscheinlich sagt der Name kaum einer was: Laurie Spiegel. Dabei ist die 1945 in Chicago geborene Musikerin eine der Ersten, die sich in den 1970ern in New York an elektronischer Musik ausprobiert. Spiegel komponiert mit Algorithmen, aber auch ganz klassisch für Klavier oder Gitarre. Eines ihrer Lieder, „Sediment“ von 1972, war zuletzt in den „Hunger Games“ zu hören – ein neun Minuten-Stück, für das sie einen analogen Synthesizer und Kassettenspieler nutzte. Am 11. Juni wird sie das Heroines of Sound Festival in der Berghain Kantine eröffnen.

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Das von der Berliner Gesellschaft für Neue Musik e. V. organisierte Festival wartet mit noch mehr besonderen Ereignissen auf: Susanne Kirchmayr aka Electric Indigo, eine der Gründerinnen des female:pressure-Netzwerks, zeigt erstmalig „Morpheme“ – eine Mehrkanal-Computermusik. Wir sind gespannt. Eine Uraufführung wird es auch von den Musikgenre-sprengenden Les Femmes Savantes und Spider Silk geben. Und weil viele der anwesenden Musikerinnen noch relativ unbekannt sind, geht die Podiumsdiskussion am 12. Juni vor allem dem Mythos der „geschlechtsauflösenden“ Wirkung elektronischer Musik nach.

Vom 11. bis 12. Juni in der Berghain Kantine, Berlin. Eintritt: 10/6 Euro. Mit: Susanne Kirchmayr aka Electric Indigo, Laurie Spiegel, Les Femmes Savantes, Heidrum Schramm, Else Marie Pade, Iris ter Schiphorst, Julia Mihály u.a.