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„Ich bin vor zwei Kriegen geflohen. Zuerst war da der Krieg gegen Homosexualität. Dann kam der Bürgerkrieg.“

Welche Hilfe brauchen LGBTI* auf der Flucht wirklich? Eine Reportage.

10.06.16 > Inland, Welt
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Von Tasnim Rödder

An einem ganz normalen Tag in Damaskus: Enana fährt mit ihrem Fahrrad zur Universität. Plötzlich folgen ihr zwei syrische Soldaten auf Motorrädern. Sie stoßen sie vom Fahrrad und treten auf sie ein. Niemand schreitet ein. Heute sitzt die 21-Jährige mir in einer Berliner Bar gegenüber. Es riecht nach kaltem Rauch, draußen hetzen Menschen vorbei. Letzten August ist…


Von Tasnim Rödder
An einem ganz normalen Tag in Damaskus: Enana fährt mit ihrem Fahrrad zur Universität. Plötzlich folgen ihr zwei syrische Soldaten auf Motorrädern. Sie stoßen sie vom Fahrrad und treten auf sie ein. Niemand schreitet ein.
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Enana in ihrer Berliner Wohnung. © Monika Keiler

Heute sitzt die 21-Jährige mir in einer Berliner Bar gegenüber. Es riecht nach kaltem Rauch, draußen hetzen Menschen vorbei. Letzten August ist sie nach Berlin gekommen. Vier Wochen zog sich ihre Flucht über das Mittelmeer nach Deutschland. „Ich bin vor zwei Kriegen geflohen. Zuerst war da der Krieg gegen Homosexualität. Dann kam der Bürgerkrieg dazu.“
Es gibt im Arabischen zwei Begriffe für Homosexuelle: ذاوش (shawaz) ist die gängige Bezeichung. Es bedeutet auf Deutsch abnormal. نييلثم (mithliyin) ist der neutrale Begriff für Homosexualität. Man benutzt ihn selten. Ich frage sie, was mit den Menschen sei, die sich weder als homo- noch heterosexuell definieren. Darauf winkt Enana ab. Dafür gibt es keinen Begriff.
In ihrer Heimat war sie das lesbische Mädchen, das singt, einen Sidecut trägt und dazu auch noch Fahrrad fährt. Jeder kannte sie. In Berlin interessiert sich keine*r für ihre Sexualität. Das findet sie gut: „Ich möchte einfach nur mein Ding machen! Ich habe genu…
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