Feiert das Fett! Feiert Hanukka!

Süße Feiertage wünscht dir Debora!

19.12.17 > Debora Antmann
Profilfoto Debora Antmann

Debora Antmann
1989 in Berlin geboren und die meiste Zeit dort aufgewachsen. Als weiße, lesbische, jüdische, analytische Queer_Feministin, Autorin und Körperkünstlerin, schreibt sie auf ihrem Blog »Don’t degrade Debs, Darling!« seit einigen Jahren zu Identitätspolitiken, vor allem zu jüdischer Identität, intersektionalem Feminismus, Heteronormativität/ Heterosexismus und Körpernormen. Jenseits des Blogs publiziert sie zu lesbisch-jüdischer Widerstandsgeschichte in der BRD, philosophiert privat über Magneto (XMen) als jüdische Widerstandsfigur und sammelt High Heels für ihr Superheld_innen-Dasein.

Von Debora Antmann

Blablabla Weihnachten blablabla … Ich erzähl euch was viel Cooleres: Gerade ist Hanukka und an Hanukka wird das Öl gefeiert! Und weil wir konsequent sind, wird deswegen acht Tage lang alles frittiert oder in viel Öl gebraten. Mich macht das glücklich und deswegen teile ich kurz vor meinem Dezember-Schlaf ganz flauschig noch mein Lieblingsrezept für Sufganiyot mit euch. Lasst es euch schmecken!

Mit Lichtern, Fett und Zucker wünschen wir dir schöne Ferien © Tine Fetz

Für den Teig:

400 g              Mehl (mit Typ 550 ist es oft einfacher, mit handelsüblichem 405 geht es aber auch)
1 Würfel          Hefe
200 ml             Sojamilch (Sojadrink), ungesüßt
60 g                 Margarine
50 g                 Zucker
2 EL                Sojamehl (muss aber nicht)
1 Prise(n)        Salz
3/4 Pck.           Vanillinzucker
2 Tropfen        Bittermandelaroma

Für die Füllung:

150 g   klassisch: mit Erdbeerkonfitüre ohne Stücke, auch gut: veganes Pflaumenmus oder                    besonders: vegane Orangenmarmelade

Außerdem:

1,5 l           Sonnenblumenöl zum Frittieren
Puderzucker zum Bestäuben

Küchenutensilien: große Rührschüssel, kleiner Topf, hoher Topf, Handrührgerät mit Knethaken, Spritztülle mit Aufsätzen

Arbeitszeit: ca. 1 Std. 15 Min., Koch-/Backzeit: ca. 20 Min., Ruhezeit: ca. 1 Std. 30 Min.

Zubereitung:

Für die Sufganiyot siebt ihr zunächst das Mehl in eine große Schüssel, macht eine Mulde in der Mitte und bröselt die Hefe in die Mitte. Dann müsst ihr die Sojamilch erwärmen. Sie sollte nicht zu heiß, sondern eher lauwarm sein. Die Margarine sollte gerade so darin schmelzen. Außerdem müsst ihr etwa einen TL Zucker in der Sojadrink-Magarine-Mischung auflösen. Für eure Sufganiyot müsst ihr nun etwa ein Viertel der erwärmten Milch in die Mulde gießen, mit der Hefe vermischen und mit etwas Mehl bedecken. Gebt der Hefe etwas Zeit und lasst das alles so, mit einem Geschirrtuch abgedeckt, an einem warmen Ort – ca. 33° C – etwa elf Minuten gehen.

Danach könnt ihr alle anderen Teigzutaten dazugeben und zusammen mit der restlichen Milchmischung verkneten. Am besten geht das, indem ihr zunächst mit den Knethaken eines Rührgeräts die Masse etwa fünf Minuten zu einem gut knetbaren, geschmeidigen Teig verknetet, bis dieser sich von der Schüssel löst. Anschließend am besten mit den Händen weiterarbeiten und alles zu einem gleichmäßig glatten Teig verarbeiten, der nicht an den Fingern klebt.

Jetzt gebt ihr dem Ganzen wieder etwas Zeit und lasst die Schüssel mit dem Teig zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Das dauert ca. fünfzig Minuten.

In der Zwischenzeit die Konfitüre in einen Spritzbeutel mit der längsten und dünnsten Tülle füllen.

Nach der Gehzeit solltet ihr den Teig noch einmal kräftig durchkneten und anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2 cm hoch ausrollen. Danach schnappt ihr euch am besten ein Glas und stecht Kreise mit ca. 7 cm Durchmesser aus.

Die Fladen legt ihr auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und bedeckt es mit einem Tuch. Das Ganze braucht erneut Zeit und sollte etwa 25 Minuten gehen.

Nun das Öl in einem hohen Topf erhitzen. Achtet darauf, dass der Topf zu maximal 2/3 mit Öl gefüllt ist. Um zu prüfen, ob das Öl heiß genug ist, könnt ihr einfach das Ende eines Holzlöffels hineintunken: Sobald Blasen an dem Holz aufsteigen, ist das Fett heiß genug. Dabei solltet ihr unbedingt darauf achten, dass das Fett nicht zu heiß ist, da die Sufganiyot sonst außen zu schnell dunkel sind, aber innen noch nicht durchgebacken. Also nur bei unterer bis mittlerer Hitze frittieren.

Jetzt legt ihr die sogenannten „Teiglinge“ einen nach dem anderen mit der Unterseite nach oben in das heiße Fett. Geht dabei sehr vorsichtig mit ihnen um. Packt den Deckel auf den Topf. Gut ist ein Glasdeckel, damit ihr seht, was vor sich geht.

Wenn die Unterseiten nämlich goldbraun gebacken sind, wendet ihr die Sufganiyot vorsichtig mit einem Holzlöffel und frittiert sie auf der anderen Seite ebenfalls goldbraun, diesmal ohne Deckel. Zur Orientierung: Jede Seite braucht ca. 1,5 bis 2 Minuten.

Die fertig gebackenen Sufganiyot hebt ihr mit einer Schöpfkelle aus dem Öl und legt sie auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller, wo ihr sie gut abtropfen lasst. Die Oberseite bestreut ihr sofort mit Puderzucker. Wichtig ist, dass ihr das macht, wenn die Sufganiyot noch warm sind bzw. frisch aus dem Fett geholt wurden, sonst hält der Puderzucker nicht daran. Jetzt die Sufganiyot erst mal abkühlen lassen.

Wenn die Sufganiyot abgekühlt sind, könnt ihr sie mit Marmelade füllen. Dazu steckt ihr den Aufsatz des Spritzbeutels seitlich in die noch lauwarmen Sufganiyot und schiebt die Spitze bis zur Mitte. Wenn es nicht klappt, könnt ihr mit einem Schaschlikspieß vorstechen. Mit dem Tüllenaufsatz vorsichtig in den Sufganiyot „kreisen“, damit in ihnen etwas Freiraum für die Marmelade entsteht. Passt dabei auf, dass die Einstichstelle nicht zu groß wird! Jetzt nach Gefühl die Marmelade in die Sufganiyot füllen und diese leicht gekippt auskühlen lassen, so dass die Marmelade während des Abkühlens nicht hinausläuft.

Und tata: Ihr habt selbstgemachte suuuperleckere Sufganiyot! Happy Hanukka!!!


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