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Zu einer entspannten Reise gehört Mobilität. Doch für viele Menschen ist das keine Selbstverständlichkeit.

07.09.18 >

Von Thembi Wolfe

Dass ich mich endlich mit meiner Generation identifizieren kann, habe ich der Werbeagentur VCCP zu verdanken. Ihr zufolge bin ich zu spießig für die Generation Y und kaufe Filterkaffee statt Flat White, was mich als Millennial disqualifiziert. Seit letztem Jahr kann ich nun sagen: Ich bin Generation Easyjet. Als Arbeiter*innenkind immer knapp bei Kasse, aber trotzdem Lust, was zu sehen. Mit dem Quer-durchs-Land-Ticket nach Wismar, Schlafsaal mieten, mit dem Billigflieger nach Barcelona, mit dem Schlafsack am Strand schlafen oder mit der Mitfahrgelegenheit in die Türkei und couchsurfen.

VCCP hat meiner Generation eine Hymne ausgesucht („You And I“ von den Chrystal Fighters) und ein passendes Video gedreht. Darin steigen Menschen ins Flugzeug nach

Italien. Klingt nicht so spektakulär, deswegen erläutert VCCP auf seiner Webseite das Besondere an dem Clip: „Die Kampagne ,Generation Easyjet‘ feiert die Diversität der Easyjet-Passagiere“. Es stimmt: Da sind ein paar Schwarze Frauen dabei, eine sogar mit großem Afro. Eine Frau trägt einen Sari, ein älterer Mensch fährt im Rollstuhl. Die Chrystal Fighters singen darüber, die eigenen Träume zu leben. Toll.

Ich sehe mich schon zum spontanen Wochenendurlaub aufbrechen. Meine beste Freundin, die Drehbuchautorin Lena Waithe, wäre mit am Start. Außerdem meine zweitbeste Freundin, die zehnfache Weltmeisterin im paralympischen Rollstuhlrennen Hannah Cockroft, und unser gemeinsamer Bekannter Chaz Bono, Aktivist für trans Rechte (und Sohn von Cher).

Hannahs Reise wäre schon am Berliner U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz zu Ende. Da trennen nämlich zwei fiese Treppen die Bahn vom Bus zum Flughafen. Einen Aufzug gibt …