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Die Anti-Hitparade der nervigsten sexistischen Parolen

Du hast die Schnauze voll von sexistischem Gelaber? Hier kommen Argumentationshilfen gegen Antifeminismus.

26.10.18 >

Kompiliert von Vina Yun

1) Frauenquoten sind ungerecht. Damit werden nur unfähige Frauen gefördert und fähige Männer benachteiligt –qualifizierte Frauen brauchen so was nicht. Ich bin für Qualität statt Quote!
Frauenquoten sind ein direktes Instrument, um den Anteil von Frauen etwa in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Kunst zu erhöhen und ihre Teilhabe zu fördern. Immer wieder werden Quotenregelungen mit dem Argument abgewehrt, dass dadurch der – vorgeblich „gerechte“ – Wettbewerb verzerrt würde: Statt Leistung werde das „Frausein“ belohnt. Implizit wird hier suggeriert, dass Männer von vornherein kompetenter seien als Frauen.
Obwohl Frauen heute so gut gebildet sind wie nie, sind die bestdotierten Positionen männlich besetzt. Quotengegner*innen geben Frauen selbst die Schuld, zu wenig vertreten zu sein: Sie hätten kein Interesse, sich auf entsprechende Stellen zu bewerben. Diese Behauptung verschleiert den Umstand, dass die Auswahlverfahren oft diskriminierend sind. Im Hinblick auf sexistische Strukturen und Normen, die historisch gewachsen und verfestigt sind, greifen zudem persönliche Wahlentscheidungen als Erklärung zu kurz. Auch die ungleiche Verteilung von Reproduktionsarbeiten (Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen) begünstigt Männer, mehr Zeit und Energie in bezahlte und karrierefördernde Tätigkeiten zu investieren. Nicht zuletzt werden Stellen

sehr oft nicht aufgrund der Qualifikation, sondern über persönliche Kontakte (Stichwort: Männerseilschaften) vergeben. Meist steckt hinter der Ablehnung von Quoten auch eine generelle Ablehnung von Feminismus und Gleichstellungspolitik, strukturelle Ungleichheit wird ausgeblendet.

2) Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming – das sind Gleichmacherei und staatliche Propaganda!
Gleichstellungspolitik verfolgt das Ziel, allen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft zu ermöglichen. Zur Gleichstellungspolitik gehören etwa die gezielte Förderung von Frauen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, aber auch Maßnahmen zur Antidiskriminierung, um Chancengleichheit auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene zu verankern. Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um die Gleichstellung aller Geschlechter zu fördern. …


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