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Im Rausch

Düster, geheimnisvoll und sexy: das Debütalbum von Nova Materia.

16.11.18 > Musik

Von Christina Mohr

Die Aufnahmen seien ihnen vorgekommen wie ein sechsmonatiger Liebesakt, sagen Caroline Chaspoul und Eduardo Henriquez alias Nova Materia über ihr Debütalbum. Beneidenswert, wenn eine Band so etwas behaupten kann, und schön, wenn sich dieses Gefühl auf die Hörer*innen überträgt: Die zehn Tracks steigern sich vom zögernden, tastenden Anfang bis zum entgrenzten Rausch und, ja, das ist in der Tat erotisch und lustvoll.

© Philippe Lévy

Die sexuelle Note ist aber nur eine Komponente dieses Projekts, das gar nicht so neu ist, wie sein Name vermuten lässt: Die Französin Chaspoul und der Chilene Henriquez lernten sich bereits Mitte der Neunzigerjahre kennen, kurz nachdem sich Eduardos Band Pánico aufgelöst hatte. Im Rahmen einer Filmproduktion traten die beiden erstmals als Duo auf und blieben seither zusammen. Nach einigen EPs erscheint nun „It Comes“, das durch repetitive, treibende Beats und eine düster-geheimnisvolle Atmosphäre fasziniert.

Nova Materia „It Comes“
(Crammed Discs/Indigo/PIAS)

Chaspoul und Henriquez setzen jede Menge (elektronische) Instrumente ein, aber auch (Natur-)Materialien wie Metall und Steine kommen zum Einsatz – mit grandiosem Effekt. Die Stücke erinnern an Elektro- und Dancepop-Bands wie Depeche Mode und Out Hud, sind aber absolut eigenständig, was nicht zuletzt an den teils spanisch- und japanischsprachigen Lyrics liegt. Und an den Gästen: Immer nur zu zweit Liebe machen ist doch eintönig, und so luden Nova Materie u. a. Producerin Chloé (Thévenin) und Sängerin Narumi Hérisson von Tristesse Contemporaine ins Boudoir, äh Studio.

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