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Ein neues Vokabular

So explizit wie nie zuvor: Sneaks spart auf ihrem neuen Album weder an Stilen noch an Gesellschaftskritik.

28.01.19 > Musik

Von Christina Mohr

Eva Moolchan alias Sneaks war erst 18 Jahre alt und in ihrem ersten Collegejahr, als sie ihr Debütalbum aufnahm – lediglich mit Bass, Drum Machine und Vocals. Zuvor spielte sie in der Band Shit Stains, sehnte sich aber nach künstlerischer Autonomie, die sie mit ihrem Soloprojekt Sneaks verwirklichte. Das zweite Album „It‘s A Myth“ kam ebenso rau, knapp und minimalistisch rüber wie das Debüt „Gymnastics“: zehn Tracks in knapp zwanzig Minuten, mehr Skizzen als ausformulierte Songs, die Moolchans Wurzeln im D.C.-Punk ebenso offenlegten wie ihren kompromisslos feministischen Ansatz, den es in der männlich dominierten Hardcore-Szene Washingtons durchzusetzen galt.

Die erklärten Vorbilder Moolchans sind M.I.A. und Princess Nokia. Ihr Traum von einer gemeinsamen Tour mit Labelkollegin Nokia könnte sogar bald Wirklichkeit werden, denn die neue Sneaks-Platte ist in vielerlei Hinsicht ein großer Schritt (nicht nur punkto Songlänge, die sie inzwischen locker auf zwei bis drei Minuten ausdehnt).

© Sofiane Boukhari

Moolchans politischer Impact würde sich eher in ihrer Art zu arbeiten zeigen, weniger in ihren Songs, hieß es bislang. Doch auf „Highway Hypnosis“ äußert sie sich explizit zu Gesellschaftsthemen, wie etwa in „Money Don‘t Grow On Trees“. Für Videodrehs hielt sich die Musikerin längere Zeit in Europa auf, unter anderem in Amsterdam und Köln. Der Blick von außen auf Nordamerika habe einen „heilenden“ Effekt geh…

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