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The Real Deal

Auch auf ihrem zweiten Album machen Ex Hex einfach die Musik, auf die sie Bock haben.

25.03.19 > Musik

Von Christina Mohr

Yes, it’s real: Es gibt ein neues Album von Ex Hex, der Supergroup um Mary Timony, Gitarrengöttin und Gründerin legendärer Indiebands wie Helium, Autoclave und Wild Flag! Knapp fünf Jahre nach ihrem Debüt „Rips“ taten sich Timony, Betsy Wright und Laura Harris wieder zusammen, nahmen zehn Songs auf und nannten das Ergebnis „It’s Real“ – und ja, die neuen Stücke sind wirklich real, direkt und voller Power.

©Michael Lavine

Weniger rau und punkig als auf „Rips“ zelebrieren Ex Hex auf „It’s Real“ melodischen Rock typisch amerikanischer Spielart: Also sagen wir, The Donnas und Heart sind eher Schwestern im Geiste als Sleater-Kinney oder Hole. Neben Laura Harris‘ enorm präsentem Schlagzeug dominieren Timonys Riffs und Soli die Songs und machen klar, warum sie erklärtes Vorbild junger Künstlerinnen wie Snail Mail ist: Timony kommt es nicht aufs Posing an, Rock ist die Basis, aber nicht die Bibel. Der Opener „Tough Enough“ spielt mit Garagenbeat und Lederjackenimage, in „Good Times“ und „Want It To Be True“ klingen vor allem beim Schlagzeugsound Sixties-Reminiszenzen an, während die Single „Cosmic Cave“ ein echter Dance-Hit ist, funkelnd und leuchtend wie ein Song von Blondie. Dass Ex Hex sich offensichtlich kein bisschen darum scheren, angesagt oder modisch zu klingen, sondern einfach die Musik machen, auf die sie Bock haben (und die eben stark nach den frühen Neunzigern klingt), wird sie für manche hoffnungslos outdated wirken lassen – und für die anderen als the real deal

Ex Hex „It’s Real“
Merge Records

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