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Nicht dein Entertainment

Die Rapperin Ebow feiert auf ihrem neuen Album „K4L“– Kanak For Life – Solidarität und ihre Community.

15.04.19 > Musik

Interview: Valerie-Siba Rousparast
Fotos: Katja Ruge

Ein Cafe in Berlin-Neukölln, vor der Tür das geschäftige Treiben eines türkischen Wochenmarkts. Hier treffe ich mich mit der Rapperin Ebow aka Ebru Düzgün. Die 29-jährige Musikerin kommt nicht alleine – ihre Freund*innen sitzen während unseres Gesprächs am Nebentisch. Ebru Düzgün, geboren und aufgewachsen in München, ist Kurdin, alevitische Türkin und Deutsche. Auf ihrem neuen Album „K4L“, die Abkürzung steht für „Kanak For Life“, ruft sie dazu auf, über soziale Grenzen hinweg solidarisch zu sein. In Berlin ist Ebru Düzgün immer dann, wenn sie nicht gerade in Wien Architektur studiert, ihre Familie in München besucht oder auf Tour ist. Warum das Gefühl von Sicherheit für sie an keinem dieser Orte existiert und weshalb sie trotzdem keine Angst verspürt, erzählt sie im Interview.

Du hast „Kanak For Life“ zum titelgebenden Motto deines neuen Albums gemacht. Im gleichnamigen Track erzählst du von dir und siehst dich als Produkt der Erfahrungen früherer Migrant*innengenerationen. Gibt es denn die „eine“ migrantische

Gemeinschaft?
Im Verlauf der Produktion ist mir aufgefallen, dass das, womit ich am stärksten assoziiert werde, die Tatsache ist, dass ich Kanak bin – also Türkin, Alevitin, Kurdin. Egal wo. Klar geht es nicht in jedem meiner Songs darum. Aber das Album sollte das Thema Gemeinschaft haben, denn ich bewege mich in ganz verschiedenen Communitys, die sich auch mischen. Ich wollte darüber rappen, was es bedeutet, dort überall Support zu bekommen. Man ist das Produkt von Freund*innen und Familie. Allen Szenen, in denen ich abhänge, gehören viele verschiedene Kanaks an. Im Musikvideo zu meinem Track „K4L“ spielen z.B. queere Leute und solche, die eher konservativ wirken, mit. Das ist die Realität, und deren Repräsentation fehlt mir. Ich sehe über diese Unterschiede nicht hinweg, ich glaube, dass es wichtig ist, über die Probleme in der eigenen Community zu reden. Ich bin Kurdin und Alevitin. Ich habe in der türkischen Community genug Probleme. Aber ich weiß auch, dass die Leute um mich herum es s…

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