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„It’s okay to be mad“

Federleicht klingen die neuen Songs von Taylor Swift – die Botschaften allerdings sind keine leichte Kost.

23.08.19 > Musik

Von Simone Bauer

Mit ihrem siebten Album „Lover“ will Taylor Swift ihren romantischen Blick nicht nur auf die Liebe, sondern auch auf Einsamkeit oder Traurigkeit werfen, was ihr mit der ruhigen Promosingle „Archer“ sehr gut gelingt. Quasi das Gegenteil zur broadwayesken ersten Single „ME!“, die sie in Zusammenarbeit mit Panic! At The Discos Brendon Urie aufgenommen hat.

©Valheria Rocha

Die anderen Gäste auf dem Album sind überraschend ausgerechnet die Dixie Chicks, mit denen sie ihren Countryanfängen huldigt und mit „Soon You’ll Get Better“ ein wunderschönes Stück Musik geschaffen hat.
Bei der Produktion unterstützten sie zudem Jack Antonoff, der unter anderem Mitglied der Band Fun ist, und Lordes Co-Autor Joel Little.

Mit „You Need To Calm Down“ liefert Taylor mal eben die Hymne für die nächste Pride. Denn homophobe Schilder hochhalten hat auch noch niemanden weniger queer gemacht. Gleichzeitig rechnet sie aber auch mit toxischer Männlichkeit ab: „I see you over there on the internet / Comparing all the girls who are killing it.“ Ins Musikvideo lud sie sich neben dem Cast von „Queer Eye“ ebenfalls die ehemalige Rivalin Katy Perry ein.

Ein weiterer epischer Upbeat-Song ist „The Man“, denn wie keine andere kennt Taylor die Doppelmoral, dass wild herumdatende Junggesellen akzeptiert werden – und was ihr als „serial dater“ vorgeworfen wird.
Doch nicht nur die Lyrics gefallen, auf „Lover“ legt Taylor einen großen Schwerpunkt auf ihre stimmlichen Qualitäten. Außerdem groovt es an jeder Ecke und sie nutzt Elemente des R’n’B wie im Titelsong. Und bei „Paper Rings“ hält es niemanden mehr im Sitz: „I like shiny things but I’d marry you with paper rings.“

Taylor Swift „Lover“ TS/Republic (Universal Music)

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