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Konsumfail: Handwärmer

Handwärmer- das Gelkissen, das sich noch manchmal in Jackentaschen verirrt, ist der Konsumfail des Winters.

13.12.19 > Kommentare

Von Marie Serah Ebcinoglu

Hier ein kleines Rätsel: Was ist richtig Neunziger, absolut unnütz und brennt auf der Haut, wenn es ausläuft? Richtig, Handwärmer, die auch heute noch in Winterjacken ihr Unwesen treiben.

Missy 06/19
©cocoparisienne auf Pixabay

Als Kind bin ich nur in Apotheken gegangen, in denen die kleinen Gelkissen als Geschenk mit in die Tüte gelegt wurden. Ich fand es faszinierend, das kleine silberfarbene Plättchen umzuknicken und zuzusehen, wie das Gel sich strahlenförmig verhärtete und warm wurde. Komischerweise fror ich trotz des sieben Quadratzentimeter großen Wärmekissens. Auf dem Heimweg von der Schule waren die Dinger natürlich wieder kalt, im Schulranzen ging immer mindestens einer pro Ausflug verloren und wenn ich mal eins zur Wiederbelebung mit heißem Wasser überkippt habe, hat es natürlich nicht geklappt. Ich schwör’s. Im Internet finden sich sogar Erzählungen von ausgelaufenen Kissen, die Schäden auf Holzböden hinterlassen haben! Und wem nützen eigentlich die winzigen Kissen in der Manteltasche, wenn die Hose vom Schnee nass ist und die Zehen abfrieren? Ich glaube, ich probiere jetzt mal lieber diese feschen Wintersandalen aus, die heiß werdende Drähte im Futter vernäht haben. Laugh at me now, thank me later.

Dieser Text erschien zuerst in Missy 06/19.

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