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Boi, Bye

Wie Feminist*innen heteronormative Kosenamen für Boyfriends auf Social Media entlarven und vermeiden können.

09.01.20 > Kommentare

Von Nadia Shehadeh
Illustration: Carmen Reina

Guter Dinge streife ich meist durch die wirklich diversen Timelines meiner Social-Media-Accounts, freue mich über intersektional-feministische Postings und bin stolz auf meine gepflegte netzfeministische Bubble und dann … Ja, und dann kann es passieren, dass ein heteronormativer Tweet oder eine für cis Heten typische Insta-Story mein adrettes Internet versemmelt. Igitt! Viel zu oft ist in meinem eigentlich soliden feministischen Internet die Rede von „dem Mann“, und seit Kurzem auch von „dem boi“. „Der Mann“ und „der boi“

werden gerne dann ausgepackt, wenn versteckt ein Lob ausgesprochen wird („Der boi ist heute früh schon los, um Brötchen zu kaufen“). Neckisch wird auf Unzulänglichkeiten angespielt, die aber trotzdem irgendwie „voll süß“ sind („Der Mann findet Wasabi-Nüsse zu scharf“). Kurzum: „Der Mann“ und „der boi“ sind perfide Verniedlichungstaktiken zur Verschleierung patriarchaler Verhältnisse im eigenen cis hetero Paarungszustand. Ich glaube, niemand denkt sich etwas Schlimmes dabei, aber der Trend, seinen Partner „den boi“ oder „den Mann“ zu nennen, muss einfach aufhören.

Missy Magazine 06/19, Kolumne
©Carmen Reina

Doch ich würde nicht mit dieser Forderung um die Ecke kommen, wenn ich nicht eine Al- ternative im Hemdsärmel hätte. Vor Jahren hatte ich eine Arbeitskol…

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