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Vorsichtig optimistisch

DRAMA aus Chicago beleuchten auf ihrem Debütalbum leichtfüßig die Feinheiten zwischenmenschlicher Bindungen.

13.02.20 > Musik

Von Olja Alvir

Hier ist der Name ausnahmsweise nicht Programm: Obwohl man „Dance Without Me“, das erste Album des Chicagoer Duos DRAMA durchaus bis zum Anschlag aufdrehen kann, pro- pagiert es weder Eskalation noch Rückzug. Die Songs, die sich durchgehend den verschiedenen Aggregatzuständen romantischer Beziehungen widmen, sind nicht von Dramatik, sondern vielmehr von Besonnenheit und einem klaren Blick gezeichnet. Auch wenn es hier oft um Enttäuschung oder unerfüllte Wünsche geht – „Dance Without Me“ versucht nicht, das eigene Ego zu pushen, es sucht auch keine süße Rache. Stattdessen widmen sich DRAMA der Introspektion und lyrischen Analyse.
„This album is dedicated to

the people watching their friends’ love lives grow and happen around them“, sagt Sängerin und Texterin Via Rosa. „And not having anyone.“

©Molly Smith (GI)

Dabei soll es keineswegs nur um (das Fehlen von) „silly boys“, crushes und flings gehen. Rosa nimmt sich bewusst auch der Höhen und Tiefen – und vor allem des wenig beachteten lauwarmen Zwischendrins – des Langfristigen an. Ekstase und Am-Boden-zerstört- Sein sind schnell mal musikalisch evoziert, aber die Stimmungen dazwischen einzufangen ist ungleich schwieriger. Zu diesen flüchtigen Augenblicken liefert „Dance Without Me“ das musikalische Äquivalent. Hier und da wird schon noch der eine oder andere Gem…

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