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Bittersüßer Pop

Von Missy rezensiert.

28.02.20 > Musik

Alexandra Savior
The Archer
30th Century Records / AWAL / Rough Trade

Holt die Taschentücher raus, auf diesem Album voller Nostalgia-Pop wird geheult! Depression und Herzschmerz werden bei Alexandra Savior nicht weggeschoben oder versteckt, sondern stehen auf „The Archer“ im Mittelpunkt. Mit „Crying All The Time“ hat die 24-jährige Musikerin eine Hymne der Tränen geschrieben. Ihre wehmütige Stimme legt sich über die dahinschleppenden Gitarren, die unheimlich surrenden Synths und die gehauchten Background-Vocals. Im Video dazu wird sie nachts im Auto durch Las Vegas gefahren, die künstlichen Lichter und Tafeln blinken draußen vor sich hin, Savior liegt allein im Dunkeln auf dem Rücksitz. Geschrieben habe sie den Song am Silvesterabend kurz nach Mitternacht und es gehe darum, wie es sich anfühlt, in einer Beziehung mit einer Person zu sein, die von dir enttäuscht ist. Die Beziehungen zu Männern – die einen Großteil der Songs bestimmen – sind manipulativ, ungesund und vorbei. Im Titeltrack leckt sie nach dem metaphorischen Ende der Beziehung noch kurz das Blut von der Lippe ihres

Liebhabers, ein bisschen morbide Horrorfilmästhetik darf – wie auch auf ihrem Debütal- bum „Belladonna Of Sadness“ – nicht fehlen. Das hatte die US-amerikanische Künstlerin gemeinsam mit Arctic-Monkeys-Frontman Alex Turner aufgenommen, was ihr nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch diskreditierende Stimmen einbrachte. Mit dem Nachfolger tritt Savior also aus dem Schatten des britischen Indie-Boys hervor und stellt nicht mehr nur ihre dunkle Seite, sondern auch ihr künstlerisches Talent ins Scheinwerferlicht. Liz Weidinger

 

Torres
Silver Tongue
Merge / Cargo ♣ VÖ: 31.01.

Es sind die ganz großen Themen, denen sich Mackenzie Scott alias Torres auf ihrem vierten Album widmet: Liebe, Verlangen, Einsam…

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