Von Ulla Heinrich

Ihr habt 2017 mit eurer Partyreihe begonnen und das Unvorstellbare geschafft: im Party-Berlin neue Akzente zu setzen. Habt ihr rückblickend erreicht, was ihr wolltet? Gizem: Wir hatten keine Erwartungen, als wir mit der Veranstaltungsreihe begonnen haben. Wir hatten Lust darauf, eine Veranstaltung nach unseren eigenen Vorstellungen zu machen – die so wird, dass unsere Leute sich wohlfühlen. Wir haben es einfach ausprobiert. Der Hype war nicht geplant.
Lucia: Wenn ich zurückschaue, denke ich, dass eine HipHop-Party mit Fokus auf Frauen,

Queers und trans Personen, Awareness-Konzept und Performances gefehlt hat.

Der Name Hoe_mies – worauf referiert der?
G: Slutshaming ist ein großes Thema im HipHop und auch darüber hinaus. Mit Hoe_mies erobern wir uns Begriffe wie „Hoe“ sexpositiv zurück. Lucia und ich kennen uns seit der siebten Klasse. Die Basis für das, was wir tun, ist unsere Freundinnenschaft, das steckt im Wort „Homie“ drin. Es geht auch darum zusammenzuhalten, statt miteinander zu konkurrieren.

Missy Magazine 03/20, Rolle vorwärts
© Marlen Stahlhuth

Wie kam es zu eurem neuen Podcast?
L: Im letzten Jahr waren wir als DJs viel auf Tour, wobei der Backstage-Bereich eine große Rolle gespielt hat. Dort haben wir interessante Gesp…