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Die Schmuckdesignerin

Stella Gyamfi-Poku produziert Schmuck in ihrem Atelier und betreibt eine Agentur mit 15 Designer*innen.

14.07.20 > Beruf

Interview: Linda Peikert
Foto: Agata Guevara

Was gefällt dir gut an deinem Beruf?
Ich habe das Unternehmen gegründet und so konzipiert, dass es zu mir passt. Ich arbeite zwar handwerklich-künstlerisch, aber die Kommunikation mit den Kund*innen ist mir auch wichtig. Gleichzeitig ist InJewels auch eine Schmuckagentur. Es gibt so viele tolle Schmuckdesigner*innen, die einfach mal was ganz anderes machen. Deshalb arbeite ich mit 14 Designerinnen und einem Designer zusammen. Ich vermarkte ihre Produkte, berate sie, mache den Onlineverkauf und individuelle Businessberatung. Ich bin ein Bindeglied zwischen den Designer*innen selbst, vernetze aber auch zwischen ihnen und den Kund*innen. Ich liebe meinen Job, weil er sehr abwechslungsreich ist.

Missy 04/20 - Work work work
© Agata Guevara

Was gefällt dir nicht so gut an deinem Beruf?
Die Schmuckbranche in Deutschland ist alteingesessen. Das nervt mich und macht mich traurig. Wenn ich als junge Schwarze Frau in einer Branche, die hauptsächlich weiß, männlich und elitär ist, was Neues vorschlage, stehe ich oft vor verschlossenen Türen. Zum Glück gibt es immer Menschen, die offen für Innovation sind.

Dieser Text erschien zuerst in Missy 04/20.

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