Wer will nicht beliebt sein?

Die südafrikanische Serie „Blood & Water“ erzählt eindrücklich von den Rivalitäten junger Mädchen.

31.07.20 > Film & Serien

Von Josephine Papke

Das ist nur typisches Highschool-Drama“, sagt ein Mitschüler zu Puleng. Das bedeutet Sex, Party, Intrigen, Streit, Popularitätswettbewerbe, Beziehungsprobleme. Doch nach der älteren Schwester zu suchen, die als Kind vermutlich von einem Kinderhandelsring entführt wurde, gehört nicht dazu, bleibt vorerst also Pulengs Geheimnis. Sie findet eine spekulative Skizze über das jugendliche Aussehen ihrer verschwundenen Schwester in den Unterlagen ihrer Eltern. Als sie zufällig auf einer Geburtstagsparty der beliebten Fikile

landet, die das Ebenbild dieser Zeichnung darstellt und deren Geburtstag auch noch mit dem ihrer Schwester übereinstimmt, ist Puleng sich sicher: Sie muss an Fikiles Schule wechseln. Von da an setzt sie alles daran, herauszufinden, ob die beiden wirklich verwandt sind. Denn Puleng sucht nach Antworten, die ihren Vater entlasten können. Er steht unter polizeilichem Verdacht, Teil der Entführung gewesen zu sein. Als sich beide Mädchen anfangs gut verstehen, glaubt Puleng fest daran, dass Blut dicker als Wasser sei. Doch als es zu den ersten größeren Reibereien kommt, spielen sich die beiden immer wieder konkurrenzhaft aus.

„Blood & Water“ schildert eindrücklich, wie viel Eifersucht und Rivalität zwischen Teenagermädchen herrschen kann. Die Serie schafft es aufzuzeigen, wie junge Mädchen so sozialisiert werden, als könne nur eine von ihnen als Gewinnerin hervorgehen. Der Druck, einander auszuspielen, um beliebt zu sein und geliebt zu werden, wird nicht nur bei der Wahl um das „Headgirl“ erzeugt, sondern…

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