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Atmen, schwitzen, spucken

Moving In Concert hinterfragt, wie Technologie und Kapitalismus unsere Körper beeinflussen.

09.11.20 > , Theater

Interview: Ulla Heinrich

Was hat dich zu ,,Moving In Concert“ inspiriert?
Mein Interresse galt der Verbindung von Technologie und Abstraktion. Die Idee, mit technologischen Erweiterungen zu arbeiten, hat den Körper automatisch in ein Netzwerk von nicht-menschlichen Beziehungen eingeführt. Ich habe nach einem Werkzeug gesucht, das die Sinnes- und Wahrnehmungsfähigkeiten sowohl der Interpret*innen als auch der Zuschauer*innen direkt beeinflussen und verändern würde. Ein Stück, in dem Kollektivität als eine Verbindung zwischen Menschen und ihren technologischen Erweiterungen gedacht wird.

Im Stück nutzen die Performer*innen LED-Lampen als Erweiterungen ihrer Körper und Bewegungen, so wie unsere Smartphones selbst zu Erweiterungen unserer Körper geworden sind. Was interessiert dich an der Ausdehnung von Choreografie auf das Nichtmenschliche?Ich fand es interessant, mich nicht mit den bekannten technologischen Werkzeugen – wie Smartphones und Computer – zu beschäftigen, sondern mit einem sehr technologischen und zeitgemäßen Material wie den LED-Leuchten. Die Idee war, eine Art Metapher für die Verstrickung von Körpern und Technologien zu schaffen und sich auf die sensorische Wirkung zu konzentrieren, die es auf unsere Körper hat, wenn wir uns innerhalb eines Systems technologischer Erweiterungen bewegen. Für mich verbindet sich damit der Wunsch, die Immaterialisierungsprozesse der digitalen Interaktion und die Folgen, die sie auf uns hat, zu verstehen.

Im Stück geht es um ständige Bewegung. Wie beeinflussen Technologie…

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