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Styleneid: $ombi

$ombi provoziert gerne mit ihrer Kleidung, Mode ist für sie ein Spiel mit unterschiedlichen Rollen.

11.01.21 > , Mode & Beauty

Interview: Marie Minkov
Foto: Juliette Moarbes

Was trägst du heute?
Ich trage ein Top aus einer Kollektion, die mein Bruder und ich mit Siebdruck gemacht haben, die Illustrationen stammen von mir. Außerdem eine cozy Leggins, die mir mein Mitbewohner mitgebracht hat.

Wie würdest du deinen Style beschreiben?
Funky, witzig, bunt, lässig, avantgarde, vielleicht manchmal mystisch. Ich übertreibe und provoziere gern, muss mich aber in meiner Übertreibung wohlfühlen. Es muss zu meiner Laune und Persönlichkeit passen.

Wo kaufst du deine Kleidung?
Früher habe ich viel gethrifted. Inzwischen finde ich es spannend zu beobachten, wie gewisse Teile einfach ihren Weg zu mir finden, sei es durch ein Geschenk oder weil mir, ohne dass ich danach suche, dieses eine Teil im Laden begegnet.

Missy Magazine 01/21, Styleneid
© Juliette Moarbes

Ist Mode eine Form, deine Persönlichkeit auszudrücken?
Auf jeden Fall! Ich kann natürlich nicht mein ganzes Wesen durch Mode ausdrücken, aber ich kann ihm durch Muster, Designs und Farben eine Form verleihen. Es macht mir Spaß, Outfits zu tragen, die klar meinen Vibe vermitteln. Ich schlüpfe in verschiedene Rollen, zeige mal mehr meine feminine Seite, mal mehr meinen inneren Tomboy. Meine Persönlichkeit ist vielseitig und meine Klamotten sind das auch.

Hast du ein Lieblingsteil?
Ich habe eine giftgrüne Gussaci- Tasche, die ich im Moment oft trage. Es gibt manche Teile, die ich von Anfang an gerne trage, und andere, die erst eine Weile in meinem Besitz sein müssen. Ein paar Teile sind besonders, weil ich oder Freund*innen sie selbst gemacht haben.

Du bist DJ und Sängerin – haben diese Tätigkeiten Einfluss auf deinen Style?
Die Bühne ist ein besonderer Ort, an dem ich ganz in meiner Essenz aufgehen und sie aus mir herausfließen lassen möchte. Um mich besonders zu stimmen und auch nach außen klarzustellen, dass dies ein feierlicher Ort ist, ziehe ich mich dementsprechend an. Auf der Straße möchte ich nicht unbedingt erkannt werden, auf der Bühne schon. Dort kann ich mir den Platz nehmen, die Augen sind eh schon bei mir.

Dieser Text erschien zuerst in Missy 01/21.

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