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Ganz roh, ganz nah

Hildegard weckt auf seinem blitzartig produzierten Lo-Fi-Debüt komplexe Sehnsucht nach körperlicher Nähe.

12.07.21 > , Musik

Von Nadine Schildhauer

Die Spannung zwischen schwitzenden Körpern im Club, die sich aneinanderschmiegen, entwickelt sich beim Tanzen zu Trance und Katharsis gleichermaßen. Unlängst schien das noch weit weg, nun rückt die Post-Pandemiephase in greifbare Nähe. Der Track „Jour 1“ des Duos Hildegard vermittelt eine diffuse Wehmut nach Eskapismus und Miteinandersein. Der sprechende Gesang von Singer-Songwriterin Helena Deland wirkt gleichermaßen

elektrisierend, wie er sich an die treibenden Beats der Produzentin Ourielle Auvé alias Ouri schmiegt. Im Hintergrund fließt ein sanftes Säuseln mit rohen Synthesizern, pochendem Bass und sirenenartigem Geheul zusammen. Das dazugehörige Musikvideo weckt Reminiszenzen an rauschende Clubnächte. Im Pressetext wird die Pandemie ausgeblendet, allerdings knüpft die Atmosphäre des Tracks an die Anspannung, Melancholie und Hoffnung der letzten Monate an. Laut Narrativ der Band haben die beiden Musikerinnen ihr Debüt in nur acht Tagen produziert.

Missy Magazine 04/21, Musikaufmacher
© JETRO EMILCAR

Delands Gesang und Ouris elektronische Produktion erweisen sich als wandelbar und variieren zwischen Hyper-Pop, Alt-Pop, Folk und nahezu spirituellen Klängen. So…

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