Kanak-Klischees von vorgestern

Die Hauptdarstellerinnen in „Para – Wir sind King“ retten den Fernsehabend.

12.07.21 > Film & Serien,

Von Amina Aziz

Barbie-Puppen, die im Rollstuhl sitzen, Werbung für die Ausbildung bei der Polizei mit migrantisierten Personen und queere Models bei „GNTM“. Wer sich heutzutage nach außen nicht mit Diversität schmückt, kann nur verlieren. Auch, wenn die Entscheider*innen meist überhaupt nicht divers sind. Den Diversity-Trend greifen auch die Macher*innen von „Para – Wir sind King“ auf, die mehrheitlich schon bei „4Blocks“ mitgeschrieben und Regie geführt haben. Die Story der neuen Serie: Vier junge, in der Kategorie Race „diverse“

Frauen aus dem vernachlässigten Berliner Stadtteil Wedding wollen an viel Kohle (Türkisch: „para“) kommen – und das geht für sie illegal am schnellsten. Also entscheiden sich die Freundinnen, die große Menge gefundenes Koks zu verkaufen. Das scheint erst zu klappen, doch natürlich verwickeln sie sich schnell in Schwierigkeiten, u. a. mit der russischen Mafia. Nebenbei verstößt Hajra (Soma Pysall) gegen ihre Bewährungsauflagen, Fanta (Jobel Mokonzi) fliegt fast von der Schule, weil sie sich um alles in der Familie kümmert, Jazz (Jeanne Goursaud) wird von ihrem Freund betrogen und Rasaq (Roxana Samadi) möchte heiraten, ohne den Mann zu kennen.

Missy 04/21 - TV-Serien
© Pascal Buenning / TNT Serie

Die Serie will aufregend sein. Dabei exotisier…

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