Poesie der Erinnerung

Ein Gedichtband lässt die Stimme der afrodeutschen Dichterin und Aktivistin May Ayim wieder erklingen.

Von Savannah Sipho

„Ich fühle mich gespiegelt, gesehen, benannt. Ich kann sein, weil May da ist. Weil sie existiert und ihre Stimme erhebt (…)“, schreibt Olumide Popoola im Vorwort der Wiederauflage von May Ayims bereits in den 1990er-Jahren veröffentlichten gleichnamigen Einzelbänden. Eine erste, nicht mehr erwerbbare Kollektion der Bände erschien unter dem Titel „weitergehen“ kürzlich auch im Orlanda Verlag.

Am 09. August jährte sich der 25. Todestag von May Ayim: Wissenschaftlerin, Pädagogin, Aktivistin und Dichterin. Bis heute ist sie eine wichtige Stimme der afrodeutschen Frauenbewegung. Ayim war Mitbegründerin der ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland) und international angesehene Dichterin. Ihre Werke brachten der Kunstform des Spoken Word hierzulande Anerkennung und legten den Grundstein für Schwarze deutsche Stimmen in der Poesie. Bis heute sind die Themen ihrer Texte aktuell, sie sind sowohl persönlich, biografisch als auch gesellschaftskritisch.

Missy Magazine 05/21, Literaturaufmacher
© Fotograf*in und Datumunbekannt

Intensive Bilder und dynamische Worte gebrauchend, provokative und geschickte Wortspiele einfle…

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