Leben, Sterben, Leben

Die Serie „It’s A Sin“ begleitet fünf Freund*innen durch die Aids-Pandemie im London der 1980er-Jahre.

20.09.21 > Film & Serien

Von Holle Barbara Zoz

Missy Magazine 05/21, It´s a Sin, Serienaufmacher
It’s A Sin Episode 2, Jill. © RED Production Company & All 3 Media International

Drei junge schwule Männer machen sich 1981 auf den Weg nach London. Ritchie (Olly Alexander) hat gerade die Schule abgeschlossen und kann es kaum erwarten, die langweilige Isle of Wight zu verlassen. Roscoe (Omari Douglas) bricht mit seiner Familie, die ihn nach Nigeria schicken will, wo er „geheilt“ werden soll. Und Colin (Callum Scott Howells) hat eine Ausbildungsstelle zum Herrenschneider bei der ersten Adresse Englands für Maßschneider bekommen.

Einem Jahrzehnt des Lebens dieser Männer in einer von der Aidskrise erschütterten Großstadt widmet sich der Drehbuchautor Russell T Davies („Queer As Folk“) in „It’s A Sin“. Schon in der ersten Viertelstunde der Serie wird über schwule Männer in New York geredet, die alle an der gleichen Art von Krebs gestorben seien. Doch ist es nur das leise Gespr.ch zwischen zwei Frauen, die neben Ritchie im Uniflur sitzen. Der ist viel zu sehr damit beschäftigt, den attraktiven Ash (Nathaniel Curtis) auszuchecken, der Englisch und Schauspiel studiert. Ritchie lässt bald sein Jurastudium sausen, um es Ash gleichzutun. Die beiden ziehen mit ihrer besten Freundin Jill (Lydia West) in eine Wohngemeinschaft, die die drei Pink Palace nennen. Colin und Roscoe schließen sich an. Sie feiern, lieben, haben jede Menge Sex und genießen das Londoner Nachtleben.

Dann erkrankt der erste Freund der WG und Jill kümmert sich um ihn. Für sie beginnt ein Kampf um Informationen, bei dem sie von ihren Freunden erst beläche…

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