Nicht nur Macker

Wir stellen sechs Kommunist*innen vor, die nicht so bekannt sind wie Rosa Luxemburg, es aber sein sollten.

Torten von Commie Cakes
Fotos: Juliette Moarbes

Ivana Hoffmann
Das Jahr 2014: Die Selbstverwaltung von Rojava, die nach den Prinzipien der Geschlechterbefreiung, Ökologie und Basisdemokratie errichtet wurde, wird vom sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) angegriffen. Ein historischer Widerstand beginnt, an dessen vorderster Front Frauen stehen und der später in einer Niederlage für den IS endet. In Duisburg fasst Ivana Hoffmann,

eine Schwarze Aktivistin und Kommunistin, einen Entschluss. Sie möchte nach Kurdistan, um die Revolution gegen den IS zu verteidigen. „Ich kann die schönsten Farben nicht mehr auseinanderhalten, den Wind der Stadt spüre ich nicht mehr auf meiner Haut, das Singen der Vögel hört sich stärker nach dem Ruf der Freiheit an“, schreibt sie in einem Abschiedsbrief an ihre Genoss*innen. Damals ist sie 18 Jahre alt. Sie bricht die Schule ab und gibt ihr hiesiges Leben auf, um sich dem bewaffneten Widerstand in Rojava anzuschließen. Sie nimmt den Kampfnamen Avaşîn Têkoşîn Güneş an. Ihren Genoss*innen verspricht sie: „Wenn ich zurückkomme, werde ich meine Genossen, mein Umfeld mit dem Kampfgeist und der Willenskraft anstecken, ich werde wie die schönsten Lieder singen und jeden in meinen Bann ziehen. Ich werde eine Guerilla voller Nächstenliebe und Hoffnung.“ Doch Ivana kehrt nicht wieder zurück. Am 07. März 2015 kommt sie bei der Verteidigung eines assyrischen Dorfes südlich von Til Temir ums Leben. Ihr Weg wird f…