Work Work Work: Keramikerin

Violaine Toth erzählt von ihrer Arbeit als Keramikkünstlerin.

Interview: Nikita Vogler
Foto: Agata Guevara

Missy Magazine 01/22, work work work
© Agata Guevara

Wie bist du Keramikerin geworden?
Nach meinem Abschluss in Produktdesign habe ich ein Praktikum in der Porzellanherstellung gemacht und in einer Töpferwerkstatt Keramik gelernt. Seitdem arbeite ich hauptberuflich als Keramikkünstlerin.

Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Meine Kunst gibt mir die Möglichkeit, meine Erfahrungen als queere Unternehmerin zu teilen, und sie hilft mir, jeden Tag zu wachsen. Ich habe meinen eigenen Arbeitskosmos geschaffen und Menschen um mich versammelt, die das gleiche Handwerk lieben.

Was gefällt dir nicht?
Freiheit hat ihren Preis. Eine unabhängige Künstlerin zu sein, bringt viel Autonomie, aber auch eine Menge Verantwortung. Ein eigenes Unternehmen zu führen, ist, als hätte man hundert verschiedene Jobs. Das ist manchmal sehr stressig.

Wie sieht dein Tag aus?
Normalerweise kümmere ich mich morgens um den administrativen Teil und gehe dann ins Atelier, kontrolliere Brennvorgänge und Trocknungsgrade, verpacke Bestellungen oder gebe Kurse. Aber wenn ich an der Scheibe stehe, vergesse ich alles um mich herum. @violainetoth.ceramic.

 Dieser Text erschien zuerst in Missy 01/22.

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