Bildstrecke: Shir Packman

Die Figuren in den Animationen und Illustrationen von Shir Pakman trotzen vor Selbstbewusstsein und Sanftheit.

Interview: Ann Toma-Toader

Welche kulturellen und gesellschaftlichen Erfahrungen beeinflussen deine Kunst?
Ich bin in Israel aufgewachsen, habe aber in meiner frühen Kindheit auch ein paar Jahre in Europa gelebt. Ich wurde stark von der europäischen Kunstgeschichte beeinflusst und habe mich immer zu ihr hingezogen gefühlt. Als Israelin versuche ich, Dinge zu finden, die der lokalen Kultur entstammen und beide Welten miteinander verbinden. Ich beschäftige mich auch viel mit Körperbildern. Das tue ich nicht bewusst, doch da ich mich schon

immer mit meinem eigenen Körper auseinandergesetzt habe, ist es ganz natürlich, dass ich das auf die Figuren, die ich erschaffe, übertrage.

Wo siehst du die Zukunft der digitalen Kunst?
Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber was ich sehe, ist, dass die digitale Kunst durch Spiele, Designs, Effekte und dergleichen weniger marginalisiert wird und eine größere Rolle in der Kunstwelt einnimmt. Von meinen Anfängen als 3D-Künstlerin bis zu dem Punkt, an dem ich jetzt bin, hat sich bereits einiges getan.

Du bildest in deiner Kunst oft Frauen ab, wie kam es dazu?
Für mich ist es natürlicher, Frauen in meiner Kunst zu verkörpern, weil ich mich einfach viel besser in sie hineinversetzen kann: Wenn ich Männer zeichne, fühlt es sich fast wie die Vorstellung eines Mannes an. Soll ich einen Schnurrbart oder einen Bart hinzufügen, oder soll ich den Mann darstellen, der mir at…