Eine Gruppe queerer Menschen steht lächelnd nebeneinander. Im Hintergrund sind Palmen zu sehen.
Als „The L Word: Wenn Frauen Frauen lieben“ Mitte der 2000er ausgestrahlt wurde, war die Serie eine Revolution, eine queere Bibel, bahnbrechend. © Showtime

Als „The L Word: Wenn Frauen Frauen lieben“ Mitte der 2000er ausgestrahlt wurde, war die Serie eine Revolution, eine queere Bibel, bahnbrechend. Kaum eine FLINTA liebende FLINTA kennt sie nicht. Die Show nahm queere Klischees auseinander, war ein wandelnder Insider Joke und zeigte vor allem authentischen Sex zwischen cis Frauen (einmal war sogar eine Vampirin involviert). Allerdings war die

Show nicht nur sehr weiß, sondern auch überaus bi- und vor allem transfeindlich, wie z. B. die Storyline zur Transition der Figur Max gezeigt hat.

Ilene Chaiken, die die Showtime-Serie auf Basis ihres eigenen Lebens kreierte, war sich dieser Vorwürfe sehr bewusst, als 2019, zehn Jahre nach Serienende, mit „The L Word: Generation Q“ die Geschichte weitererzählt wurde. BiPoC-Schauspieler*innen waren nicht länger die Ausnahme und trans Menschen wurden unkommentiert inszeniert.

Drei Staffeln lang ging es bis 2023 um „girls in tight dresses who drag with mustaches“, wie es im Titelsong heißt. Beziehungsweise: um eine Freund*innenclique in Los Angeles, deren Leben sich um eine queere Wohngemeinschaft und ihre Arbeit für die „L Word“-Urgesteine Bette (Jennifer Beals), Shane (Kate Moennig) und Alice (Leisha Hailey) dreht. Auch Bettes Teenietochter Angie (Jordan Hull) spielt eine große Rolle – ebenso wie Bettes Exfrau Tina (Laurel Holloman). Wird das goldene Paar wieder zueinanderfinden?