Ein Foto des schauspielers Pedro-Pascal 2025  mit schwarzer Brille und schwarzem T-Shirt.
© Gabriel Hutchinson Photography Pedro Pascal bei einem Fototermin für den Film „Eddington“ während der Filmfestspiele von Cannes 2025

Es gibt ihn also doch, den perfekten cis Mann. Den einen, auf den sich alle einigen können – jedenfalls, wenn man der Mehrheit im Internet glaubt, und das ist ja immer eine gute Idee. Ein Mann, der unter Feminismus nicht versteht, sich die Nägel zu lackieren, sondern seine trans Schwester beim Outing zu unterstützen und für ihre Rechte zu kämpfen. Einer, der Trump scheiße findet. Einer, der der

viertheißeste Mann aller Zeiten ist.

Die Rede ist, wie überall, von Pedro Pascal. Seit 2023 schwelt ein Hype um den chilenisch-US-amerikanischen Schauspieler, der mit seiner Hauptrolle in der Serie „The Last Of Us“ begann und aktuell seinen vorläufigen Höhepunkt in einem Potpourri aus viral gegangenem „­Vanity Fair“-Cover, unzähligen Memes und seinem Auftreten im Cast scheinbar jedes neuen Filmes findet. Gleich drei Streifen sind es diesen Sommer: die Comic-Verfilmung „Fantastic Four“, die Rom-Com „Materialists“ und die Horror-Noir-Komödie „Eddington“. 

So unterschiedlich die von ihm verkörperten Figuren sind, so homogen ist die kollektive Sehnsucht, die er bei jungen bis mittelalten Netizens auslöst: Pedro Pascal ist der Daddy des Internets. Die Bezeichnung, deren Ursprung in der Schwulenszene liegt und mit der nicht biologische Vaterschaft gemeint ist, wird seit einigen Jahren in der (heterosexuellen) Popkultur appropriiert. Das geht so weit, dass sich TikTok-User*innen ni…