© Georgia Semple

In alten Fotoalben und vergilbten Polaroids verbergen sich oftmals Geschichten, die in keinem Buch zu finden sind. Fröhliche Familien­feiern, Ausflüge, modische Statements, Alltagsmomente mit Freund*innen. Genau hier setzt das „Black Archive Germany“ an: ein Projekt der

Düsseldorfer Künstlerin und Kuratorin Cate Lartey, das Fotografien Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Lebensrealitäten im Deutschland der 1970er- bis 2000er-Jahre ins Licht rücken möchte und dabei den Fokus auf familiäre Bilder, persönliche Perspektiven zu Erinnerung und Identität setzt. Um das zu ermöglichen, werden Community-Mitglieder dazu ermutigt, in ihren eigenen Familienarchiven zu stöbern und privates Fotomaterial aus dieser Zeit einzusenden. Die Idee, persönliche Fotografien von People of African Descent in Deutschland zu sammeln, entstand aus dem Wunsch, die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in Deutschland, insbesondere der Generation, die in den 1970er-Jahren nach Deutschland kam, jenseits der Reduzierung auf Rassismuserfahrungen festzuhalten. Das Hauptziel des Projekts ist es, diese persönlichen Archive zu bündeln und gleichzeitig Teile der Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Erfahrungen in Deutschland sichtbarer zu machen. Planmäßig soll Ende 2027 eine Publikation in Form ei…